Brauner: "Schule ist der Motor für erfolgreiche Integration"

Wissenschaftliches Symposium Bilingualität und Schule eröffnet

Wien, (OTS) In einem Pressegespräch anlässlich eines wissenschaftlichen Symposiums zum Thema "Bilingualität und Schule" erklärten am Montag die Wiener Integrationsstadträtin Mag. Renate Brauner, der Arbeiterkammerpräsident Mag. Herbert Tumpel und der Präsident des Wiener Stadtschulrates Dr. Kurt Scholz die Wichtigkeit der gelisteten Integrationsmaßnahmen im Bildungsbereich. Gleichzeitig erneuerten sie ihre Kritik an den Sparplänen des Bundesregierung im Wiener Schulwesen.

Brauner bedankte sich für die inhaltlich Auseinandersetzung mit diesem für den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt so wichtigen Thema zum richtigen Zeitpunkt. Es sei eine ideale Gelegenheit, mit Nachdruck und in aller Deutlichkeit, die unschätzbaren integrationspolitischen Leistungen der Schulen sichtbar zu machen: "Schule ist der Motor für erfolgreiche Integration. Die Wiener Schulen mit ihrem umfangreichen pädagogischen Angeboten legen den Grundstein für diesen Erfolg", so Brauner.

Gerade weil sie für den voll entbrannten Wahlkampf von der selbsterkorenen "Partei des kleinen Mannes" und ihrer durch Rassismen bekannten Spitzenkandidatin allbekannte Falschaussagen über die "zu vielen Ausländerkinder" in den Wiener Schulen erwarte, würden die nun erhobenen Daten eine eindeutige Sprache sprechen. Weniger als 10% der Pflichtschulkinder haben gravierende Sprachprobleme. 80% der Schulneulinge mit Sprachproblemen verzeichnen nach einem Jahr des Schulbesuches derartige
Lernerfolge, dass sie dem Unterricht ohne Probleme folgen können. Seit 1992 verdoppelte sich der Anteil der Kinder aus Migrantenfamilien, die nach der Volksschule in eine AHS wechselten von 22% auf 41%. Und: Etwa ein Drittel der Schüler an Wiener Pflichtschulen ist bilingual: Das heißt, die meisten dieser Kinder zeichnet aus, dass sie mindestens zwei Sprachen aktiv beherrschen.

Brauner weiter: "Zwei- oder Mehrsprachigkeit ist nichts Sonderbares oder Abzulehnendes. Ganz im Gegenteil. Es bietet
unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft neue Chancen." Frei nach der affirmativen Aufforderung der Integrationskampagne "Ich sprech Deutsch, Türkisch und Wienerisch. Verstehst!" sei es ein enormes Potenzial, wenn Jugendliche neben ihrer guten, fundierten
Ausbildung in mehreren Sprachen und Kulturen fließend sprechen, schreiben und denken und interagieren können.

Doch angesichts dieser hervorragenden Bilanz ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen, dass die Bundesregierung hier mit einer unsozialen Rotstiftpolitik diese Errungenschaften zunichte machen will. "Sparen im Bildungssystem, Sparen in der Schule, ist Sparen
am falschen Platz", so die Integrationsstadträtin. (Schluss) wb

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