Glawischnig: Morgen erstes Reformgespräch Molterer - Grüne

Bisher kaum Reformwillen beim Landwirtschaftsminister erkennbar

Wien (OTS) - Morgen nachmittag kommt es in Folge der aktuellen Landwirtschaftskrise zum einem ersten Gespräch zwischen Landwirtschaftsminister Molterer und den Grünen über die nötige Totalreform der österreichischen Landwirtschaft. Von Seiten der Grünen werden Umweltsprecherin Eva Glawischnig und Agrarsprecher Wolfgang Pirklhuber die Verhandlungen führen. Die Grünen werden dabei in drei zentralen Punkten die Reformfreudigkeit des Landwirtschaftsministers testen.

"Wir verlangen ein radikales Abstockungsprogramm, das einen klaren Weg raus aus der medikamentenabhängigen Massentierhaltung weist", so Glawischnig. Eine Verdoppelung des Biolandbaus bis 2005 mit dem Aufbau entsprechender Vermarktungsschienen, wie etwa dem Aufbau einer Biodachmarke, und Maßnahmen für einen Stopp tierquälerischer Haltungsbedingungen in der Tierzucht sind für die Grünen weitere Knackpunkte für eine wirkliche Reform.

Bisher ortet Glawischnig kaum Reformwillen beim Landwirtschaftsminister. "In den letzten Wochen hat Molterer nicht erkennen lassen, daß er zu weitgehenden Reformen bereit ist", kritisiert Glawischnig. "Außer Lippenbekenntnisse für ein paar kosmetische 'Reförmchen' hat man von Molterer bisher nichts gehört."

Mit der geplanten Umstrukturierung seines Ministeriums, wonach die Reste des ehemaligen Umweltministeriums noch weiter zurückgestutzt werden sollen, setzt Molterer laut Glawischnig die falschen Signale. "Anstatt die Macht der Agrarlobby weiter zu stärken muß Molterer sich endlich auf eine Auseinandersetzung mit den landwirtschaftlichen Interessensvertretungen einlassen, sonst wird es zu keinen wirklichen Reformen kommen", so Glawischnig abschließend.

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