Pirklhuber: Landeshauptleute stecken Kopf in den Sand

Österreich trägt Mitverantwortung für fehlgeleitete Agrarpolitik - Radikale Wende erforderlich

Wien (OTS) - "Die derzeit in Österreich geführte Diskussion um die Finanzierung der Folgekosten aus der BSE-Krise geht gänzlich am Kern der Sache vorbei", kritisiert der Landwirtschaftssprecher der Grünen, Wolfgang Pirklhuber.

"Statt die aktuelle Krise für eine radikale Wende der Agrarpolitik in Österreich und Europa zu nutzen, wird um die Finanzierung der notwendigen BSE-Begleitmaßnahmen mit dem Finanzminister geschachert", so Pirklhuber. Die Landeshauptleute sollten nicht den Kopf in den Sand stecken und das Übel nicht nur in Brüssel suchen, sondern auch in ihren eigenen Bundesländern die agrarpolitischen Förderinstrumentarien dringend reformieren. "Noch immer werden auch in Österreich Großbetriebe und unökologische Massentierhaltungssysteme geduldet und in einigen Bundesländern sogar mit beträchtlichen Mitteln gefördert", erklärt Pirklhuber.

Pirklhuber unterstützt die von Kommissär Fischler in seinem 7-Punkte-Plan angestrebte Extensivierung der europäischen Rinderproduktion. Die Grünen nehmen mit Genugtuung auch das Einlenken von Fischler im Hinblick auf Alternativen zu den vorgeschlagenen Massenvernichtungen von bis zu 3 Millionen Rindern zur Kenntnis. Erneut bekräftig Pirklhuber den Vorschlag der Grünen, Mastrinder statt wie bisher bis 18 Monate künftig um 6 Monate länger - also bis zum 24. Monat - vom Bauern zu halten. Die erhöhten Futterkosten sollen durch eine Prämie, wie sie bereits im alten Umweltprogramm für extensive Rinderhaltung vorgesehen war, abgegolten werden. Gleichzeitig sind wie in Deutschland verpflichtende BSE-Tests ab 24 Monaten durchzuführen. "Das so getestete Fleisch könnte damit sowohl vermarktet als auch im Rahmen internationaler Katastrophenhilfsprojekte eingesetzt werden", so Pirklhuber abschließend.

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