ORF erhöht Informationsangebot im Fernsehen

Öffentlich-rechtliche Programmoffensive ab April 2001

Wien (OTS) - Ab April 2001 will das ORF-Fernsehen seinem Publikum mehr Religion, mehr Information und mehr Dokumentationen bieten. Ziel dieser Programmoffensive ist die weitere Verösterreicherung des Programms und die Verstärkung des öffentlich-rechtlichen Programmangebots, vor allem auch im Hauptabendprogramm.

Generalintendant Gerhard Weis: "Mit dem erweiterten Angebot an Information, Religion, Bildung und Zeitgeschehen und Österreich-Themen wollen wir unser öffentlich-rechtliches Profil stärken. Wir bieten ab April noch mehr anspruchsvolle Information zur besten Sendezeit auf verlässlichem Sendeplatz, noch mehr Österreich-Programme an Feiertagen und zusätzliche Dokumentationstermine für die Bundesländer."

Informationsintendant Dr. Hannes Leopoldseder: "Diese öffentlich-rechtliche Programmoffensive unterstreicht die Informationskompetenz des ORF-Fernsehens. Erfolgreiche Dokumentationsreihen wie ’Brennpunkt’ und ’kreuz&quer’ werden nun öfter zu sehen sein, mit dem neuen ’Europamagazin’ wollen wir die europäische Dimension unseres Informationsangebots verstärken."

Die Maßnahmen der öffentlich-rechtlichen Programmoffensive im Einzelnen:

Religion: "kreuz&quer" wöchentlich mit Diskussionsserie "Philosophicum"

"kreuz&quer" gehört zu den erfolgreichsten Religionssendungen des Fernsehens: Im Jahresdurchschnitt 2000 verfolgten 131.000 Seher den ORF-Religionsthemenabend, der nicht nur in Österreich, sondern auch im Ausland große Resonanz hervorruft. Der Erfolg der Sendung hat nun die ORF-Informationsintendanz veranlasst, die bisher 14-tägliche Sendung (alternierend mit "Nightwatch") ab April wöchentlich auszustrahlen - auf dem gewohnten Sendeplatz am Dienstag um 23.05 Uhr in ORF 2.

25 zusätzliche Sendestunden im Jahr ermöglichen es der zuständigen TV-Hauptabteilung Religion, die bestehenden und gut angenommenen Sendeformen innovativ durch neue Programmideen zu ergänzen, z. B. durch internationale Produktionen und durch das ORF-eigene Projekt "Philosophicum" (Arbeitstitel): Diese neue Diskussionssendung mit hochkarätigen Philosophen und Wissenschaftern aus dem In- und Ausland soll Themen unserer Zeit auf ihre ethische Relevanz untersuchen und beim Zuseher die Lust am Denken provozieren. Im Mittelpunkt steht die Vertiefung von Gedanken und Emotionen unserer Zeit.

Teile von "kreuz&quer" werden künftig in Koproduktion mit BR-alpha entstehen. Da mittlerweile die Assoziierungsverhandlungen mit ARTE abgeschlossen sind, wird es auch bei "kreuz&quer" eine Zusammenarbeit mit ARTE geben. Im Rahmen dieser internationalen Zusammenarbeit kann "kreuz&quer" verstärkt auch einem europäischen Publikum angeboten werden.

TV-Information: Neues "Europamagazin"

Ab 18. April bietet das ORF-Fernsehen zusätzlich zu "Report international" ein neues "Europamagazin", das sich 14-täglich mit Problemstellungen und -lösungen innerhalb der Europäischen Union und mit der Erweiterung der Union auseinander setzen wird. Ziel des "Europamagazins" ist es, das Publikum umfassend über die Europäische Union (das "EU-Inland") zu informieren. Im Herbst 2001 soll es einen eigenen Schwerpunkt über die EU-Beitrittskandidaten geben.

Die neue 45-minütige Sendung, die alternierend mit "Report international" am Mittwoch um 22.35 Uhr in ORF 2 gesendet wird, soll vor allem eigenproduzierte Beiträge der ORF-Korrespondenten, aber auch relevante Beiträge anderer Rundfunkunternehmen zum Thema Europa beinhalten.

"Report international" wird sich künftig verstärkt außereuropäischen Themen und Aspekten widmen und den Zusehern Reportagen und Hintergrundberichte u. a. aus Nord- und Südamerika, Afrika und Asien bieten.

"Brennpunkt" künftig im Hauptabend

Der "Brennpunkt", die klassische Dokumentationsreihe der TV-Hauptabteilung "Bildung und Zeitgeschehen" (bisher 14-täglich, Mittwoch, 22.35, ORF 2) erhält ab 20. April einen Hauptabendtermin, und zwar am Freitag um 21.20 Uhr in ORF 2. An jährlich 35 Sendeterminen folgt der "Brennpunkt" im Hauptabend der Unternehmens-Leitlinie, einen Beitrag zu einer modernen österreichischen Identität zu leisten. Das Sendungskonzept ruht auf den Säulen Zeitgeschehen, Zeitgeschichte und Reportagen. Auf der Basis umfassender Recherchen und objektiver Analysen sollen Gedächtnis und Gewissen der Nation wach gehalten und konstruktive Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden. Eine sechsteilige Serie über "Die neuen Nachbarn" zur geplanten EU-Erweiterung, die Dokumentation "Verfreundete Nachbarn" über das Verhältnis zwischen Österreich und Deutschland, die Reportage "Was essen wir morgen?" über die Zukunft des "Feinkostladens" Österreich oder die Zeitgeschichte-Produktion "Widerstand in Rot-Weiß-Rot" sind einige Beispiele aus dem "Brennpunkt" auf dem neuen, attraktiven Sendeplatz. Auch internationale Serien wie z. B. die Produktion "Die große Flucht" (ZDF, Guido Knopp) über die Vertreibung der deutschen Volksgruppen werden auf diesem Sendeplatz angeboten.
Komplettiert wird dieses Angebot durch "Schauplatz Gericht" (zehn Mal im Jahr).

Bildung und Zeitgeschehen: Neuer Doku-Mix am Mittwoch

"Nightwatch" (bisher 14-täglich, Dienstag, 23.05 Uhr, ORF 2) wird ab 18. April jeweils am Mittwoch ab 23.15 Uhr in ORF 2 zu sehen sein. Ergänzt wird dieses Spektrum internationaler Produktionen zum Befund unserer Welt von heute u. a. durch internationale Reportagen und Wiederholungen aus der Dokumentationsreihe "Brennpunkt".

Mehr Österreich-Programme an Feiertagen, zusätzliche Dokumentationstermine für die Bundesländer

Im Sinne seines Föderalismusauftrags verstärkt der ORF sein TV-Programmangebot über die österreichischen Bundesländer und deren Regionen und bietet an Feiertagen noch mehr Österreich-Programm: Die Sendung "Heimat" mit Horst Friedrich Mayer, bisher am Freitag um 21.20 Uhr in ORF 2, wird künftig an Feiertagen in Kombination mit Sepp Forchers "Klingendes Österreich" zu sehen sein.

Ebenfalls an Feiertagen (heuer noch acht Mal) wird es Dokumentationen über und aus den österreichischen Bundesländern, produziert von den ORF-Landesstudios, geben. Zusätzlich zu den bestehenden Produktionen der ORF-Landesstudios wie "Bundesland heute", "Österreich-Bild", "Land und Leute", "Ins Land einischaun" oder "Alpen - Donau - Adria" weitet damit der ORF die Bundesländerproduktion aus. Bei den zusätzlichen Dokumentationen soll es vor allem darum gehen, in den einzelnen Bundesländern ein breites Spektrum an Themen aufzuzeigen und aufzubereiten.

Neue Sendeplätze für "Alltagsgeschichten", "Liebesgeschichten und Heiratssachen", "Wie das Leben so spielt" im Sommer

Bisher an Freitagen um 21.20 Uhr in ORF 2 angebotene Formate wie "Alltagsgeschichten", "Liebesgeschichten und Heiratssachen" erhalten künftig ihren fixen Sendeplatz an Samstagen in ORF 2 unmittelbar anschließend an das Hauptabendprogramm (ca. 21.50 Uhr). Dieser Sendeplatz ist bereits erprobt und vom Publikum gut angenommen.

Die von der Programmintendanz produzierte neue Sendereihe "Wie das Leben so spielt" (Moderation: Barbara Karlich, Produktion: Barbara Stöckl) wird, zu einer Reihe gebündelt, in der Sommerpause von "Vera" angeboten (Donnerstag, 21.05 Uhr, ORF 2).

Die Formate "Lebensretter" und "Menschenbilder" laufen aus.

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