- 18.02.2001, 11:00:05
- /
- OTS0030
AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger wird morgen 50
NÖ-AAB-FCG-AK-Fraktion gibt viele Inhalte für die ÖVP-Arbeitnehmerpolitik vor
Wien (OTS) - "Wir befinden uns im Jahre 50 v. Chr. Ganz Gallien
ist von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein, ein von Galliern
bevölkertes Dorf hört nicht auf Widerstand zu leisten." (aus "Asterix
der Gallier")
Am 19. Februar wird AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB-FCG)
50. Gefeiert wird im Kreise seiner Freunde aus der
ÖAAB-FCG-AK-Fraktion erst am Tag danach, da einige wichtige
politische Termine einen Umtrunk an seinem Geburtstag nicht zulassen.
Das bezeichnen Freund und Wegbegleiter als "typisch Alfred", der so
manches in seinem Leben der Politik untergeordnet hat. Dirnberger
lebt in Ratschenhof bei Zwettl. Der Ehe mit seiner Frau Hildegard
entstammen zwei Kinder, Diana, 25, und Alexander,14.
Schon früh motiviert von der Haltung seines politischen Vorbildes,
Winston Churchill, entschied er sich für ein politisches Engagement
und gründete mit damals 17 im Jahre 1968 die Junge ÖVP Friedersbach.
Der kämpferische Waldviertler zog dann 1983 in den NÖ-Landtag ein.
Die ungerechtfertigten Angriffe von SP und FP auf Landeshauptmann
Siegfried Ludwig im Rahmen der WBO-Affäre bescherten der blau-gelben
Volkspartei einen unerwarteten Mandatsgewinn und der Hoffungsträger
des ÖAAB Zwettl machte das Rennen. Schon vorher fühlte sich
Dirnberger der Politik für Arbeitnehmer verpflichtet. Das war auch
dem damaligen AK-Vizepräsidenten, dem im Vorjahr verstorbenen
ehemaligen 3. Landtagspräsidenten Hubert Auer aufgefallen. Auer holte
Dirnberger bereits 1979 als Kammerrat in die AK-NÖ.
Aufgefallen war Dirnbergers Engagement auch Robert Lichal. Der
Obmann des ÖAAB-NÖ machte Dirnberger 1989 zum Landesgeschäftsführer
seiner Organisation. Dirnberger gab seinen Arbeitsplatz in der
Raiffeisenbank in Zwettl auf. Er baute die Serviceorganisation des
NÖ-AAB weiter aus, setzte zugleich aber verstärkt auf inhaltliche
Arbeit. Der "Kampf den bohrenden Zahnersatzkosten", das "Kurieren des
Ärztemangels" oder das Eintreten für bessere Bedingungen für
Berufspendler unter dem Motto "In Zukunft zügig verkehren" sind nur
einige Schwerpunkte von NÖ-AAB-Aktionen unter der Geschäftsführung
Dirnbergers. Dirnberger trat für die Interessen der Arbeitnehmer,
ohne Rücksicht auf tatsächliche oder vermeintliche Sonderinteressen
anderer Gruppen, ein. 1994 schied Dirnberger aus seiner Funktion als
Landesgeschäftsführer aus.
Gute Gesprächsbasis und Handschlagqualität in der AK
Heute gilt Dirnberger selbst in den Medien als "der mächtige
Alfred Dirnberger" (News 5/01), der gemeinsam mit dem Tiroler
AK-Präsident Fritz Dinkhauser für konkrete, akzentuierte und oftmals
pointierte Ideen und Vorschläge zur VP-Arbeitnehmerpolitik sorgt.
Schon 1991 wurde er, auf Vorschlag Hubert Auers, dessen Nachfolger
als Vizepräsident der AK-NÖ und Obmann der NÖAAB-FCG-Kammerfraktion.
Bereits damals wussten die Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG)
Dirnberger als korrekten und ehrlich engagierten Vertreter der
Arbeitnehmer mit Handschlagqualitäten zu schätzen und wählten ihn
einstimmig in sein neues Amt. Diese gute Gesprächsbasis zu den
Spitzen der Sozialdemokraten in der AK-NÖ und der Bundesarbeitskammer
über Parteigrenzen im Interesse der AK-Mitglieder hat sich bis heute
erhalten.
Dirnbergers Team, die NÖ-AAB-FCG-Fraktion, gibt viele Inhalte
für die VP-Arbeitnehmerpolitik vor:
ß
- für eine Verbesserung des Abfertigungsrechtes durch das
ÖAAB-Rucksackmodell
- für eine gerechtere Einkommenspolitik
- Schaffung eines Mindestlohnes
- für eine verstärkte Einbringung christlich-sozialer Werte unter
Beachtung des Sozialhirtenbriefes
- damit gegen eine neoliberale Wirtschaftspolitik nach den
Vorstellungen wie Prinzhorn
- für eine verstärkte Wahlmöglichkeiten der Betriebsräte in den
Betrieben durch eine Novellierung des Arbeitsverfassungsgesetzes
- gegen eine Ausschaltung der Arbeitnehmervertreter und
Sozialpartner, z.B. bei den Krankenkassen
- gegen eine immer öfter um sich greifende Umgehung der
Kollektivverträge
- gegen die Allmacht der Konzerne, z.B. bei den Ladenöffnungszeiten,
bei den Preisen für Treibstoffe oder auch beim Kartellrecht, das
auf Druck der Konzerne verschlechtert werden soll
- für ein Beibehalten der sozialen Krankenversicherung als
Selbstverwaltung der Versicherten - gegen Verstaatlichung durch
den Sozialminister
- für einen Konsultationsmechanismus Hauptverband
- Bundesregierung nach niederösterreichischem Vorbild: keine
Maßnahme darf zu Lasten des anderen ohne dessen Zustimmung gehen
- gegen eine privatisierte 2-Klassen-Medizin nach schlechtem Vorbild
der USA, wie sie durch eine Aushungerung und damit Zerstörung der
sozialen Krankenversicherung unaufhaltsam wäre
- für die Sicherung des staatlichen Pensionssystems, denn die
Altersversorgung darf nicht zur Spielwiese von Verunsicherungen
durch Politik und Versicherungskonzerne werden
- für gerechtere Arbeitsbedingungen und Gehälter für die
Handelsangestellten
- für einen Verbesserung der medizinischen Versorgung durch mehr
Kassenvertragsärzte, für mehr Ausbildungsplätze für Jung-Mediziner
und mehr Chancen für Jung-Ärzte
- gegen eine Gesundheitspolitik, die geprägt ist von
Sonderinteressen auf dem Rücken der Patienten
- für bessere Bedingungen für Berufspendler, durch eine Erhöhung des
kleinen Pendlerpauschales und Erhöhung des amtlichen
Kilometergeldes
Rückfragen: NÖ-AAB-AK-Fraktion
Stv. Fraktionsvorsitzender KR Richard Dragosits
Tel.: 01-40147-245
ß
(Schluss)
*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER
VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKD/OTS






