LH Weingartner und bayrischer Minister Wiesheu: "Tirol und Bayern ziehen in der Verkehrspolitik an einem Strang!"

Nur Schienenausbau bringt Lösung des Verkehrsproblems in den

Innsbruck (OTS) - Alpen - Flaschenhals Unterinntal dringend ausbauen =

In einer Pressekonferenz präsentierten heute
Tirols Landeshauptmann Dr. Wendelin Weingartner und der für Wirtschaft und Verkehr zuständige bayrische Staatsminister Dr. Otto Wiesheu gemeinsamen Stretegien für eine Lösung des Verkehrsproblems im sensiblen Bereich des Alpenbogens. Weingartner: "Auch wenn es in den vergangenen Jahren durchaus verschiedene Lösungsansätze in Bayern und Tirol gab, sind wir jetzt in allen grundsätzlichen Fragen auf einer gemeinsamen Linie. Die Lösung des Verkehrsproblems kann nur in einem Ausbau der Schieneninfrastruktur und der Ermöglichung von Wettbewerb auf diesen Schienen liegen. Nur Wettbewerb bringt letztlich Leistung." Damit wäre auch die müßige Frage der Auslastung der bestehenden Strecke endgültig vom Tisch, so Weingartner. "Eine leistungsfähige Schiene wäre auch ausgelastet."

In die selbe Kerbe schlug der bayrische Verkehrsminister Otto Wiesheu: "Durch die immer stärker werdende Arbeitsteilung in der europäischen Wirtschaft wird das Transportvolumen weiter ansteigen. Auf den bestehenden Verkehrswegen und mit den derzeitigen Mitteln allein ist das sicher nicht abzuwickeln. Wir brauchen deshalb neue, leistungsfähige Transportwege." Vor allem auch der wichtigen Transportroute München-Verona sieht Wiesheu großen Handlungsbedarf. Bayern und auch Italien hätten ihre "Hausaufgaben", was den Ausbau der Zulaufstrecken anbelangt, erfüllt, jetzt liege es an Österreich, den Flaschenhals Unterinntal auszubauen. Wenn man die langen Umsetzungszeiten solcher Großprojekte bedenke, dann herrsche höchste Eile bei diesem Projekt, so Wiesheu.

Zur Finanzierung meinen Weingartner und Wiesheu unisono: "Mit einem Teil der Mauteinnahmen aus der Brennerautobahn könnte ein zweckgebundener Fonds gespeist werden." Eine derartige Lösung wird von Bayern und Tirol, sowie den in der Arge Brennereisenbahn vertretenen oberitalienischen Provinzen gemeinsam auch in Brüssel vertreten.

Als konkret laufendes Einzelprojekt im Transportbereich nannte Wiesheu die Schaffung einer gemeinsamen Betriebsgesellschaft von Deutscher Bahn, ÖBB und FS (italienische Staatsbahn), die zu einer deutlichen Verkürzung der Fahrzeit auf der Strecke Münschen-Verona von derzeit bis zu zwölf auf nurmehr sechs Stunden führen soll.

Fazit von Weingartner und Wiesheu: Es gelte jetzt die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass in Zukunft durch den Gütertransport auf der Schiene wirtschaftliche Erfolge zu erzielen sind.

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Rückfragen: Mag. Herwig Ortner
Pressesprecher des Tiroler Landeshauptmannes
Tel.: 0664/400 31 55
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