ÖGB-Vize Neugebauer retouniert Journalisten-Kritik

"Unser Konzern ist der ÖGB, Gewerkschaften sind Konzerntöchter"

Wien (APA) - Es sei traurig, daß ausgerechnet ein Wirtschaftsjournalist wie er Äpfel mit Birnen vergleiche, replizierte der Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst, ÖGB-Vizepräsident Fritz Neugebauer, auf die Kritik von Franz. C. Bauer. Der weltweite Zusammenschluß von Firmen zu Konzernen ist zwar als Faktum unbestritten, auch im Medienbereich. "Innerhalb der Konzerne gibt es aber unterschiedlich große Einheiten, jeweils abgestimmt auf die Branchen-Notwendigkeiten. Unser Konzern heißt ÖGB und es macht keinen Sinn, alle Einzelgewerkschaften - das sind sozusagen die Konzerntöchter - ohne Rücksichtnahme auf deren Branche justament gleich groß machen zu wollen," rückte Neugebauer die Dinge zurecht. Gerade aus Sicht der Journalisten müsse Bauer danach trachten, mit seinen Medieninteressen nicht in einer Riesengewerkschaft von etwa 200.000 Mitgliedern völlig unterzugehen und ihre Identität zu verlieren.

Wenn Bauer schließlich meint, daß die GÖD die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 20 Jahre verschlafen habe, dann, so sagte Neugebauer, "hat Bauer die Entwicklung des Öffentlichen Dienstes in den letzten 20 Jahren verschlafen: Bei uns hat sich mit Outsourcing usw. mehr getan als in vielen privatwirtschaftlichen Bereichen. Die Nachhilfe-Versuche des Kollegen Bauer sind daher durchaus entbehrlich." Sollte unabhängig davon aber "die Journalistengewerkschaft eine konsolidierte Gewerkschaftsheimat brauchen, dann ist die GÖD gerne bereit, sie aufzunehmen", schloß Neugebauer. (Schluss)

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