Hans-Peter Martin: Warnung vor Argentinien-Crash

Möglicher Euro-Imperialismus

Wien (SK) Anlässlich der EP-Plenumsdebatte über die Beziehungen der Europäische Union zu Mexiko warnte der parteifreie Abgeordnete Hans-Peter Martin in der Sozialdemokratischen Fraktion vor einem Crash in Argentinien. Er sieht aber auch in Mexiko schwierige ökonomische Verhältnisse. ****

"So wichtig der Ausbau fairer Handelsbeziehungen zu Mexiko ist, so durchlebte Mexiko Mitte der 90er Jahre 'die erste Finanzkrise des 21. Jahrhunderts', wie es der damalige IWF Chef Michel Camessus formulierte. Die Gefahren sind keineswegs gebannt", führte Martin aus.

Derzeit sei vor allem Argentinien "akut crashgefährdet", so Martin. "Aber auch Mexiko muss aufgrund anhaltender spekulativer Geldflüsse und schwieriger ökonomischer Verhältnisse um seine Stabilität ringen. Die EU sollte deshalb nicht nur die Handelsbeziehungen vertiefen, sondern im Rahmen der überfälligen neuen globalen Finanzarchitektur sich gegen sogenannte Hot-Money-Geldflüsse stark machen und eine ernstzunehmende Stabilisierungshilfe im Weltfinanzsystem leisten", forderte der Abgeordnete.

"Statt dessen wird durch immer neue Handelsabkommen der EU zusehends ein Euro-Imperialismus möglich, weil zu einseitig vor allem nur vordergründige Interessen großer europäischer Handelsunternehmen die Verhandlungen bestimmen", kritisierte Martin. (Schluss) wf/mp

Rückfragehinweis: Karin Gasteiner (Büro Martin) Tel. O664-201 80 37, 01/40110/3613

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