Stoisits: Schüssel diskriminiert polnische Volksgruppe

Kanzler leugnet sogar Existenz polnischer Volksgruppe

Wien (OTS) "Die Weigerung von Bundeskanzler Schüssel, die polnische Volksgruppe in Österreich rechtlich anzuerkennen, ist symptomatisch für den Umgang der Republik Österreich mit ihren Minderheiten", kritisiert Terezija Stoisits, Minderheitensprecherin der Grünen, eine Anfragebeantwortung des Bundeskanzlers. "Schüssel leugnet in seiner Antwort schlichtweg die Existenz der Polen als Volksgruppe in Österreich - und das obwohl die Gruppe vor allem im kulturellen Bereich sehr aktiv ist und auf große Traditionen bis ins 18. Jahrhundert verweisen kann", bemängelt Stoisits. "Der einzige Grund für die Verweigerung der Anerkennung ist offensichtlich der Umstand, dass es die polnische Volksgruppe geschafft hat, Zuwanderer zu integrieren. Aber gerade diese Leistung sollte besondere Anerkennung verdienen", so Stoisits.

"Die Grünen fordern eine grundsätzliche Neuorientierung der Minderheitenpolitik. Es geht um die Förderung der Menschen, die jetzt und hier leben, um deren Sprachen und kulturelle Kompetenzen. Davon kann Österreich profitieren, hier sollte kultur- und bildungspolitisch angesetzt und großzügig gefördert werden", so Stoisits. Die Weigerung des Bundeskanzlers, die Polen als Volksgruppe anzuerkennen und damit auch zu fördern, sei hingegen der völlig falsche Weg und eine problematische, minderheitenfeindliche Wende der schwarzblauen Regierung, nachdem die Ungarn in Wien vor einigen Jahren anerkannt worden waren.

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