ARBÖ: Stopp - Es ist noch zu früh, das Auto auf Sommerreifen umzurüsten

Wien (ARBÖ) - Durch die derzeit herrschende "frühlingshafte" Witterung werden viele Autofahrer verleitet, ihr Fahrzeug auf Sommerreifen umzurüsten. Laut ARBÖ-Verkehrsexperten ist es dafür aber eindeutig zu früh, denn der Winter ist noch nicht vorbei.
Auch stolze Besitzer neuer Fahrzeuge sollten trotz Sonnenschein
und Frühlingstemperaturen bei der Auslieferung der Autos unbedingt Winterreifen montieren lassen, um bei einem neuerlichen Wintereinbruch nicht ins Schleudern zu kommen.

Winterreifen bieten gegenüber Sommerreifen nicht nur auf Schneefahrbahnen sondern auch auf nassen Straßen Vorteile und sie sorgen unter einer Außentemperatur von etwa sieben Grad Celsius
auf der Straße für besseren Grip sowie einen kürzeren Bremsweg, so die ARBÖ-Techniker.

Auch wenn die Gesetzeslage in Österreich grundsätzlich das Fahren mit "normalen" Sommerreifen bei winterlichen Fahrverhältnissen nicht verbietet, rät der ARBÖ jedoch davon ab. Die ARBÖ-Verkehrsexperten appellieren an die Vernunft der Kraftfahrer, bei winterlichen Verhältnissen nur entsprechend ausgerüstet, das heißt mit Winterreifen, unterwegs zu sein.

Wer mit Sommerreifen fährt, kann zwar allein deswegen nicht bestraft werden, bei einem Unfall kann sich die Kaskoversicherung allerdings leistungsfrei erklären, wenn der Tatbestand der "groben Fahrlässigkeit" nachgewiesen werden kann. Auch die Gefahr, ein zivil- oder strafrechtliches Mitverschulden angelastet zu
bekommen, ist bei Verwendung von Sommerreifen sicherlich umso mehr gegeben als mit Winterreifen, betonen die ARBÖ-Verkehrsjuristen.

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