Sigrid Pilz: Pittermann soll Sparpotenziale nutzen und Spitäler entlasten

Wiener Grüne zu Pflegeheim-Konflikt

Wien (Grüne) - Mit Unverständnis und Erstaunen nimmt Sigrid Pilz, Grüne Kandidatin zur GR- und LT-Wahl, die Reaktion von Neogesundheitsstadträtin Pittermann auf die Forderung der Caritas zur Kenntnis. Die Caritas verlangt ja, dass alte Menschen, die ihren Lebensabend in Caritas-Häusern verbringen möchten, dabei von der Stadt Wien genauso finanziell unterstützt werden wie BewohnerInnen städtischer Pflegeheime. "Das ist doch eine enorme Chance für die Stadt Wien, endlich ihre eigenen, viel zu großen Pflegeheime zu verkleinern", stellt Sigrid Pilz fest. "Die städtischen Pflegeheimplätze kosten bei deutlich schlechterer Ausstattung wesentlich mehr als die Subventionierung von Pflegeplätzen in privaten Häusern. Jeder Platz bei der Caritas oder bei einer vergleichbaren Organisation hilft Geld sparen. Überdies wird so die ohnehin angestrebte Verkleinerung der Groß-Heime und eine dringend notwendigen Entlastung der dort tätigen MitarbeiterInnen ermöglicht", so Pilz. In diesem Zusammenhang erinnert die Grünpolitikerin daran, dass beispielsweise das Geriatriezentrum am Wienerwald immer noch 2.800 BewohnerInnen beherberge und dort immer noch gut ein Sechstel des benötigten Pflegepersonals fehle: "Völlig veraltete Strukturen, die es in ganz Europa sonst nirgends gibt."

Darüber hinaus macht Pilz noch auf ein zweites Problem aufmerksam, das dringend gelöst werden muß: Im Donauspital beispielsweise finden sich derzeit u.a. deshalb wieder Gangbetten auf internen Abteilungen, weil alte Menschen wochen- und monatelang im Spital auf einen Pflegeheimplatz warten müssen. "Hier ist dringend Handlungsbedarf gegeben. Wenn man diese PatientInnen so schnell wie möglich in adäquaten Pflegeeinrichtungen unterbringen kann, ist damit allen gedient: den alten Menschen zuallererst, aber selbstvertändlich auch den privaten Trägern von Pflegeheimen und den städtischen Krankenanstalten."

Die Grünen erwarten von der Gesundheitsstadträtin, dass sie ihre geäußerte persönliche Präferenz für einen allfälligen Lebensabend in einem städtischen Pflegeheim nicht zum Maßstab für ihre Politik in diesem Bereich macht. "Vernunft, die Lebensqualität alter Menschen und effiziente Massnahmen sind das Gebot der Stunde. Wer vorhandene Ressourcen schlecht nützt, schadet den Pflegebedürftigen und den Steuerzahlerinnen", schließt Günpolitikerin Pilz.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: 4000-81814
http://wien.gruene.atPressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR/GKR