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Klagenfurt (OTS) - Neue "KÄRNTNER TAGESZEITUNG" Kommentar: "Milliardenspiel":
Urlaub/Gesundheit

Utl.: Ausgabe vom 13. Feb. 2001=

Dem in der Nacht auf heute erfolgten
Gipfelgespräch zum Krankenkassen-Defizit ist wochenlanges printmediales Getrommel vorausgegangen. Letzteres klang nicht immer "objektiv". Allenthalben genügte der Hinweis auf Bonzentum und Tintenburgen, und einem Heer von Lesern war klar: Dem Gesundheitssystem gebricht es an Effizienz, weil sich seiner selbstherrlich agierende (Kassen)Funktionäre bedienen.
Dass die eine oder andere Entwicklung reformbedürftig ist, mag schon sein. Dass aber beispielsweise die Verwaltungskosten der Gebietskasse deutlich unter jenen der privaten Krankenversicherungen rangieren, zählt zu den Aspekten, an denen selbst die Argumente schärfster "Regimekritiker" zerbrechen. Und fraglich bleibt, ob das auf 4,86 Milliarden Schilling hochgerechnete Kassendefizit vor dem Hintergrund eines jährlichen Umsatzvolumens von über 140 Milliarden tatsächlich Anlass für Grauen darstellt. In diesem Zusammenhang wurde Sonntag Abend in der TV-Diskussion "Betrifft" ein drastischer Vergleich präsentiert: Auf 140 Milliarden Kassenumsatz kommen 146 Milliarden, die wir Österreicher jährlich für Auslands- bzw. Urlaubsreisen ausgeben. Streng interpretiert, sind uns also Reisevergnügungen wichtiger als die Gesundheit.
Nein: So schlecht und verrottet, wie es da und dort dargestellt wird, ist das österreichische Gesundheits- und damit Kassensystem nicht. Es ist vielmehr, wie an dieser Stelle schon häufig angeführt, eines der besten der Welt. Seine Zerschlagung käme einem Desaster der gesamten Gesellschaft gleich.

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