Pjeta kritisiert Krankenkassen-Diskussion

ÖÄK-Präsident sieht hochgradige Verunsicherung der Patienten - Es drohen Leistungskürzungen

Wien (OTS) - Der Präsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Otto Pjeta, kritisierte Dienstag in einer Aussendung den Stil der politischen Auseinandersetzungen über die Zukunft der sozialen Krankenversicherungen.

Die monatelange Diskussion über die Finanzierbarkeit des Sozialversicherungssystems habe die Bevölkerung, insbesondere die Patienten, hochgradig verunsichert. Im Meinungsaustausch von Experten und Politikern habe man auf die Patienten vergessen, die "jetzt und später die Medizin dringend benötigen und die Unsicherheit der Krankenversorgung als zusätzliche Bedrohung empfinden", sagte Pjeta.

Pjeta: "Die Ärzte werden täglich gefragt, wie es weitergehen wird und ob aufwendige Leistungen in Zukunft noch von den Krankenversicherungen bezahlt werden. Die Aussage des Präsidenten des Hauptverbandes, Sallmutter, dass großflächige Vertragskündigungen zu befürchten sind und der ergebnislose Sozialpartnergipfel am Montag lassen Schlimmes erwarten." Sollten die Sozialversicherungen in den nächsten Tagen in ihrer Finanzierbarkeit nicht außer Streit gestellt werden, so werde es in absehbarer Zeit zu Leistungskürzungen kommen. Deshalb werde man der Bevölkerung empfehlen müssen, durch private Krankenversicherungen vorzusorgen. "Es drohen Leistungsengpässe, Wartelisten und eine soziale Krankenbehandlung auf niedrigem Niveau", so Pjeta.

Der Ärztekammerpräsident fordert für die Krankenversicherung einen langfristigen Planungshorizont in der Berücksichtigung der demographischen Entwicklung, die Einbindung des Patienten als Mitverantwortlichen für Krankenvorsorge und Krankenbehandlung, Transparenz der Leistungen und Kosten sowie ein umfassendes, modernes Behandlungsangebot. (Schluss)

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