ORF -LANDESSTUDIO NIEDERÖSTERREICH - LAND UND LEUTE

Ausstrahlung: Samstag, 17. Februar 2001, 16.25 Uhr ORF 2 Wiederholungen: Sonntag, 18. Februar 2001, 01.55 Uhr ORF 2 Donnerstag, 22. Februar 2001, 12.30 Uhr ORF 2 Freitag, 23. Februar 2001, 03.00 Uhr ORF 2

St. Pölten (OTS) - Stutenmilch vom Töchterlehof - Ein Bericht von Herbert Schaden aus der Steiermark

Vor mehr als 25 Jahren übernahm der Bauer Franz Derler den kleinen elterlichen Betrieb in der Oststeiermark. Um das wirtschaftliche Überleben zu sichern, musste er nach einer neuen Produktionssparte Ausschau halten und kam - auf das Pferd. Mit der Zucht von Tieren für Pferdehalter stellten sich erste Erfolge ein; gleichzeitig eignete sich Franz Derler Können und Wissen in der Stutenmilchgewinnung an. Heute stehen mehr als 60 Rösser im Töchterlehof bei Anger. Der Betrieb ist bekannt für seine Fohlenzucht und für die Verarbeitung von Stutenmilch zu Pflegepräparaten. Mittlerweile schöpft bereits die Nachfolgegeneration des Bauern das Einkommen aus dem Vollerwerbsbetrieb.

Vertrauensholzmesser - Ein Bericht von Anja Degen aus Kärnten

Nie zuvor war der Konkurrenzkampf auf dem internationalen Holzmarkt so hart wie heute. Das spüren vor allem die vielen kleinen Bauern mit Kleinwaldbewirtschaftung. Arbeitskräfte sind rar und der Maschineneinsatz oft zu teuer. So hat der Wald meist nur "Sparkassenfunktion". Bei diesem unbefriedigenden Erlös aus dem Holzgeschäft bleibt das Interesse an der Waldwirtschaft naturgemäß gering. Mehr Motivation wollen Holzmesskurse an der Forstlichen Ausbildungsstätte Ossiach erreichen. Die Waldbauern werden in Theorie und Praxis mit den modernen Holzhandelsgebräuchen bekannt gemacht. Sie lernen die marktgerechte Ausformung der Baumstämme und wie die Holzvermessung und -bewertung zunächst im Wald und dann elektronisch im Sägewerk richtig durchgeführt wird. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Kurses dürfen sie sich als "Vertrauensholzmesser" betätigen und können so mit einem interessanten Zusatzeinkommen rechnen.

Homöopathie in der Nutztierhaltung - Ein Bericht von Barbara Baldauf aus Niederösterreich

Homöopathie, die sanfte Medizin, ist in den vergangenen Jahren immer bekannter geworden. Viele Menschen nützen bereits diese Art der Vorbeugung und Behandlung, um gesund zu bleiben oder gesund zu werden. Die homöopathischen Rezepturen gibt es aber auch für Haustiere. Kundige Tierärzte - derzeit sind es Österreich weit etwa 100 Veterinärmediziner - bieten diese Art der Behandlung auf Wunsch der Haustierbesitzer immer öfter an. Doch auch in der Nutztierhaltung ist die Homöopathie langsam im Vormarsch. Und es gibt schon einige vielversprechende Erfahrungen vom Einsatz der Homöopathie im landwirtschaftlichen Bereich: In Windigsteig etwa, einer kleinen Gemeinde im Waldviertel, werden Schafe und Schweine mit der sanften Medizin wieder gesund.

Winterschule im Gailtal - Ein Bericht von Barbara Altersberger aus Kärnten

In dieser Winterschule stapfen keine Kinder durch den Schnee, sondern 25 Frauen und Männer absolvieren eine dreijährige Weiterbildung, die ein Zusatzeinkommen sichern soll. Beinahe in Vergessenheit geratene Pflanzenarten - Hanf, Flachs, Nessel- und Färbepflanzen - stehen auf dem Unterrichtsplan. Die Fortbildungseinheiten finden im Schloss Manndorf bei Kötschach-Mauthen statt, im Winter gibt es den theoretischen Unterricht, im Sommer können praktische Erfahrungen im Anbau und der Verarbeitung der alten Kulturpflanzen im Versuchsgarten des Schlosses gesammelt werden. Die Verarbeitungsmöglichkeiten sind so vielfältig, dass man sich im Gailtal von der Rekultivierung dieser Pflanzen nicht nur neue kommerzielle Impulse für die Landwirtschaft, sondern auch für die Bereiche Kunst und Kultur, sowie Tourismus und Wirtschaft erhofft.

Präsentiert wird die Sendung von Heilwig Pfanzelter

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