Eisenbahner: Unprofessionelle Verkehrsministerin fordert erstes Opfer

ÖBB-Aufsichtsrat dank Forstingers Politmobbing nun führungslos

Wien (ÖGB/GdE). Die Tatsache, dass ÖBB-Aufsichtsrats-Präsident Dr. Helmut Schuster nunmehr seine Funktion zurückgelegt hat, ist das Ergebnis von knapp 100 Tagen unprofessioneller Verkehrs- und Personalpolitik durch die Verkehrsministerin, stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Eisenbahner, Wilhelm Haberzettl, Dienstag in Wien fest.+++++

Frau Forstinger hat bisher weder das von ihrem Vorgänger BM a.D. Michael Schmid fluchtartig hinterlassene Infrastrukturministerium in den Griff bekommen (die Pressemeldungen über ihren Führungsstil sprechen eine eindeutige Sprache), noch war sie in der Lage, eine personell hochrangige Neuordnung an der Führungsspitze des Unternehmens ÖBB einzuleiten. Darüber hinaus hat die Verkehrsministerin durch die von ihr ohne wirkliche Notwendigkeit losgetretene Diskussion über die künftige Trennung und Zerschlagung des einheitlichen Unternehmens die Dienstnehmer - von der Fläche bis in die Führungsspitze der ÖBB - verunsichert und jeder möglichen Berufsperspektive beraubt, kritisierte Haberzettl.

Das Endergebnis von einem Jahr FPÖ-Politik im Verkehrsresort gibt zur Sorge um das Unternehmen ÖBB Anlass: Da gibt es seit August letzten Jahres eine massive Diskussion um politische Eingriffe in Aufsichtsrat und ÖBB-Vorstand, kommt alle paar Wochen ein neuer Name in die Medien, aber die verantwortliche Ministerin bedient in erster Linie nur ihre politischen "Ziehväter" Haider und Prinzhorn.

Die Gewerkschaft der Eisenbahner bedauert, dass Aufsichtsratspräsident Dr. Schuster nun die Konsequenz aus dieser unerquicklichen Situation gezogen hat und dankt ihm für die jahrelange Tätigkeit in dieser Funktion. Sein Rückzug macht deutlich, dass der Job einer Verkehrsministerin nicht "nebenher" erlernbar ist, schloss Haberzettl.(ff)

ÖGB, 13. Feber 2001
Nr. 102

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