"Kleine Zeitung" Kommentar: "Blutige Nasen" (von Carina Kerschbaumer)

Ausgabe vom 13.02.2001

Graz (OTS) - Die Pille, an die kurzfristig zur Akutbehandlung
der kranken Kassen gedacht wurde, schmeckt bitter. Was würden Beitragserhöhungen auch bringen? Nicht mehr als eine weitere Verfestigung verkrusteter Strukturen.

Die Vizekanzlerin lässt nun auch wissen, dass sie nicht gewillt sei, das Wort Beitragserhöhung in den Mund zu nehmen. Und der Gesundheitsstaatssekretär spricht von Verwaltungseinsparungen.

Von den wirklich nötigen Strukturreformen im Gesundheitssystem spricht niemand. Wie etwa davon, dass Österreich bei der Spitalsbettendichte und den Einweisungen zur Weltspitze gehört. Bereits 25 Prozent der Österreicher wandern einmal im Jahr ins Spital. Eine Diagnose, die seit Jahren bekannt ist. Beim Schritt
zur Therapie wie der Schließung von Spitälern und Abteilungen und der Verlagerung zu niedergelassenen Ärzten haben sich bis lang
aber alle Gesundheitsminister nur eines geholt: blutige Nasen.

Gesundheitsökonom Christian Köck mag krass überzeichnen, in Teilbereichen wird er Recht haben. Das Gesundheitssystem, höhnt der Arzt & Ökonom, sei wie ein fettes Schwein, bei dem so viel Fett herabhänge, dass man die Stummelbeine nicht mehr sieht. ****

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