Gaßner: BSE muss zur Änderung des Massenproduktionszwanges führen

Wien (SK) "In Österreich herrscht noch immer die Förderphilosophie, dass Anzahl und Größe förderungswürdiger sind als die Qualität. Dies zwingt die Bauern dazu, kostengünstig und unter Druck zu produzieren. Die Massentierhaltung ist nur ein Auswuchs dieser Förderkriterien. Einige Bauern greifen daher zu wachstumsfördernden, giftigen Arzneimitteln und zu Billigstfutter", sagte SPÖ-Kommunalsprecher Kurt Gaßner Montag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Dieser gesundheitspolitische Wahnsinn sei die logische Konsequenz eines falschen Systems. ****

Ein äußerst fragwürdiger Schluss, der von ÖVP-Bauernvertretern im Parlament aus dieser Situation gezogen wurden, nämlich dass der Konsument selbst schuld sei, da er immer wieder zu Billigprodukten greift, sei eine Verhöhnung der Betroffenen. Das Fass zum Überlaufen bringe schließlich die Forderung einer MWSt.-Erhöhung für Fleischprodukte, die von Bauernbundobmann Schwarzenberger erhoben wurde. "Die Geschädigten sollen den Schaden begleichen, die profitierenden Viehfabrikanten reiben sich die Hände. Das ist ein unglaublicher Skandal!" empört sich Gaßner.

Statt der großen Agenturen, die hier für die Kontrolle geplant sind, sollte vielmehr eine Art Gesundheitspass für eine transparente und überprüfbare Produktion von Tieren eingeführt werden, zumal eine bereits bestehende lückenlose Dokumentation der Tiere gegeben sei. Damit würde auch die Tierhaltung von der Geburt bis zum Konsumenten nachvollziehbar gemacht werden.

Parallel dazu sollten verpflichtende tierärztlichen Kontrollen diese Maßnahme unterstützen. Diese sollten jedoch von unabhängigen bzw. nicht involvierten TierärztInnen durchgeführt werden, die nicht gleichzeitig die zu kontrollierenden Tiere als Arzt betreuen, so Gaßner abschließend. (Schluss) ns/mm
 

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