Achatz: Verbrennung von zwei Millionen gesunden Rindern ist inakzeptabel

Wien, 2001-02-12 (fpd) - Die Verbrennung von EU-weit über zwei Millionen gesunden Rindern sei nicht zu akzeptieren. "Es mag die billigste Variante sein, um den Markt zu entlasten, aber am Beginn des 21. Jahrhunderts Rinder auf Scheiterhaufen zu verbrennen, entspricht nicht den ethischen Werten des Abendlandes", sagte heute die Konsumenten- und Agrarsprecherin der Freiheitlichen Anna Elisabeth Achatz. ****

Nach neuesten Angaben seien in Österreich bereits 17.000 BSE-Proben an Rindern über 30 Monaten durchgeführt worden, alle seien negativ gewesen. Obwohl es also keinen einzigen BSE-Fall gebe, sollten aber auch in Österreich über 30.000 Rinder notgeschlachtet und das Fleisch dieser gesunden Tiere verbrannt werden. "Diese Vernichtungsaktion hat mit BSE-Krisenmanagement absolut gar nichts zu tun", kritisierte Achatz.

"Als gäbe es keinen Hunger auf der Welt, agieren die zuständigen Kommissare in Brüssel nicht wie besonnene und verantwortungsvolle Staatsmänner, sondern irrational", so Achatz. "Sie denken nicht einmal über die Möglichkeit nach, die gesunden Rinder zu verarbeiten und die verarbeiteten Produkte den Not und Hunger leidenden Ländern, wie z.B. Weißrußland, Ukraine oder Kosovo, zu spenden. Das würde bei uns Arbeitsplätze sichern und gleichzeitig eine vernünftige Umschichtung der Entwicklungshilfegelder darstellen. Außerdem sinken dadurch die BSE-Folgekosten."

Die von Kommissar Fischler geplanten Maßnahmen zur Stabilisierung des Rindfleischmarktes seien die unwürdigste Methode, dieses Problem zu lösen. "Es profitiert niemand, außer vielleicht die Krematorien für Rinder, wenn es welche gäbe", so Achatz abschließend. (Schluß)

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