Kollross: ÖVP und FPÖ beschließen das Ende des Prinzips "Therapie statt Strafe"

Wien (SK) Der Verbandsvorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich, Andreas Kollross, nimmt zum Nationalratsbeschluss zur Absenkung der Grenzmengen bei Heroin Stellung. ****

"Mit diesem Beschluss, die Grenzmenge bei Heroin von fünf auf drei Gramm zu senken, haben ÖVP und FPÖ das Ende des Prinzips 'Therapie statt Strafe' beschlossen. Statt den Süchtigen, wie in der Vergangenheit, therapeutische Hilfe zukommen zu lassen, werden diese in Zukunft ins Gefängnis gesperrt. Es ist als gefährliche Drohung zu werten, wenn diese Maßnahme von RegierungsvertreterInnen als erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung gewertet wird", so Kollross.

"Es ist grotesk, die Absenkung der Grenzmenge als präventive Maßnahme zu feiern. Die negativen Reaktionen der Drogenfachleute der Bundesländer zeigen, dass die VertreterInnen der ÖVP und FPÖ von Unverstand geleitet werden. Sucht ist eine Krankheit und muss als solche behandelt werden. Drogenabhängige als Verbrecher zu behandeln, führt bloß zu größerem Leid und löst keine Probleme."

Um Heroinsüchtigen adäquat helfen zu können, fordert die Sozialistische Jugend daher einerseits die Rücknahme der beschlossenen Maßnahme, schloss Kollross. (Schluss) ns/mp

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