ORF-Dreharbeiten: Patzak-Komödie "Nichts wie weg", Schindel-Verfilmung "Gebürtig"

Wien (OTS) - Elke Winkens und Gregor Bloéb wandern aus nach Bali:
In Peter Patzaks Komödie "Hart im Nehmen", die auf dem ORF-Osterprogramm 2000 stand, waren Elke Winkens und Gregor Bloéb schon einmal ein Filmpaar. Seit Donnerstag, dem 8. Februar 2001, stehen die beiden wieder gemeinsam vor der Kamera. Unter der bewährten Regie Patzaks drehen Winkens und Bloéb an der Fortsetzung der ORF-TV-Produktion. Nachdem sich die beiden in der humorvoll-satirischen Abrechnung "Hart im Nehmen" als Jungunternehmerpaar und Betreiber einer Sportplatzkantine durch den österreichischen Paragrafendschungel kämpften, geht es in der ORF-Fortsetzungskomödie "Nichts wie weg" in noch exotischere Gefilde. Hatten Peter Patzak und Georg Biron, die Macher des Film, bei "Hart im Nehmen" die Mühlen der Bürokratie im Visier, steht bei der Fortsetzung das Thema Fernweh und Auswandern im Mittelpunkt.
Knapp ein Jahr nach der Eröffnung der Sportplatzkantine "Zur kleinen Schlampe" stehen die Protagonisten Claudia und Joe vor dem Aus: Die Kantine wurde zu Gunsten einer großen Wohnhausanlage abgerissen, und der Traum vom eigenen Unternehmen scheint ausgeträumt. Doch Joe hat noch mehr Visionen: Auswandern nach "Bali" das wär’ doch was! Leben im Paradies: Keine Heizkosten, nie mehr frieren, keine Pullover. Alles, was man zum Leben braucht, ist billig in Bali; die Einkommenssteuer beträgt nur elf Prozent, Benzin kostet weniger als Wasser - und schließlich: Was haben denn Claudia und Joe in Österreich schon Großartiges aufzugeben? Man könnte doch "dort unten" neu anfangen!
Das Drehbuch zu "Nichts wie weg" verfassten, ebenso wie bei "Hart im Nehmen", Georg Biron und Peter Patzak. Die Wiener Wega-Film produziert im Auftrag des ORF-TV-Hauptabteilung Kultur. Bis Mitte Februar wird an Schauplätzen in Wien gedreht, danach nimmt das Filmteam Kurs auf Bali, wo bis Mitte März der Hauptteil der Komödie hergestellt wird.
An der Seite von Elke Winkens und Gregor Bloéb sind diesmal wieder Aglaia Szyszkowitz, Bigi Fischer, Dorothea Parton, Hanno Pöschl und in einer Gastrolle Fußballprofi Peter Stöger zu sehen. Weiters stehen Vanessa Rausch, Karin Giegerich, Werner Ploner u. v. a. vor der Kamera von Andreas Köfer.

Zum Inhalt von "Nichts wie weg":
Der Fußballplatz am Stadtrand ist vor kurzem geschleift und ihre Kantine von Bulldozern weggeräumt worden, da an dieser Stelle ein Wohnblock errichtet werden soll. Die zwei Wochen Urlaub in Bali, von denen die beiden immer geträumt haben und die sie von ihren Freunden vom Fußballverein zur Hochzeit geschenkt bekommen hatten, konnten Joe und Claudia aus Zeitmangel noch nicht genießen. Joe will sich im Reisebüro erkundigen, ob der Urlaubsgutschein für die Bali-Reise noch gültig ist. Außerdem lässt ihn seine jüngste Idee nicht los, dass Bali das optimale Land für den Aufbau einer neuen Existenz mit Claudia wäre. Als Joe ins Reisebüro geht, lernt er die hübsche junge Balinesin Ketut (Vanessa Rausch) kennen, die als Model auf Werbetour in Europa ist und - verkleidet als Tempeltänzerin - Flugblätter für Indonesien verteilt. Ketut flirtet mit Joe und erzählt ihm von einem kleinen balinesischen Bungalowhotel am Meer, das ihrem Onkel gehört und das demnächst verkauft werden soll. Wenn Joe nach Bali käme, solle er sie doch besuchen; sie würde ihm das Hotel gerne zeigen. Joe kann Claudia rasch für den Bali-Urlaub begeistern, von seinen Hotelplänen sagt er vorerst jedoch nichts. Auf der "Insel der Götter" lässt es sich das Paar gut gehen. Doch die reizende Ketut und das, was sie über das kleine Hotel erzählt hat, geht Joe nicht mehr aus dem Kopf. Er weiss, dass Claudia Angst vor dem Auswandern hat und nur wegen des Urlaubs auf Bali ist. Doch er möchte den Grundstein für eine neue Existenz legen. Also trifft sich Joe heimlich mit Ketut, die als lokale Agentin eines touristischen Weltkonzerns und für die Managerin Bettina Morris (Karin Giegerich) tätig ist, die immer neue Hotels sucht und dabei miese Tricks anwendet.
Claudia beschattet Joe eines Tages und erwischt ihn in flagranti beim Rendezvous mit Ketut. Doch schnell wird klar, dass Joe seiner Claudia nicht untreu ist; dass er lediglich das Hotel kaufen möchte, das sehr billig zu haben ist. Zu dritt besichtigen sie eine kleine propere Hotelanlage - und Claudia und Joe entschließen sich zu dem waghalsigen Kauf - auch deshalb, weil gleich neben dem Hotel ein Fußballplatz ist, auf dem sich talentierte Spieler herumtreiben, was Joe selbstverständlich von Anfang an fasziniert. Doch nach der Vertragsunterzeichnung beim Notar erwartet sie eine böse Überraschung. Zu spät finden sie heraus, dass sie nicht das Hotel gekauft haben, das Ketut ihnen gezeigt hat; sie wurden betrogen und sind nun Eigentümer einer leer stehenden Hotelruine. Geschenkt wäre noch zu teuer.
Doch Claudia und Joe haben keine andere Wahl und so lassen sie sich auf das Abenteuer Bali ein.

Peter Simonischek als Hermann Gebirtig in Schindel-Verfilmung
Eine weitere Filmproduktion mit finanzieller Beteiligung des ORF wird seit Ende vergangener Woche gedreht: In New York starteten die Dreharbeiten zur Kinoverfilmung von Robert Schindels erfolgreichem Roman "Gebürtig" - eine mit viel Selbstironie gespickte Bewältigung der Nazizeit und die Abrechnung mit der Larmoyanz. Angesiedelt im Jahr 1987, in einer Zeit, in der Österreich durch die "Waldheim-Affäre" negative Schlagzeilen in der Weltpresse machte, ist Robert Schindels Geschichte, mit der der Autor 1992 für eines der Aufsehen erregendsten Belletristik-Debüts des Jahres sorgte, heute, 14 Jahre später, aktueller denn je. Die Produktion von CULT-Film, Extrafilm, Dazufilm Köln und Akson Studio Warschau, wurde gefördert von ORF, ÖFI, WFF, der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen und Eurimages. Das Drehbuch dazu stammt von Georg Stefan Troller, Georg Schindel und Lukas Stepanik. Dieser wird, gemeinsam mit Romanautor Robert Schindel, der für sein Werk 1993 mit dem Erich-Fried-Preis ausgezeichnet wurde, Regie führen. Als Produzenten fungieren unter anderem Niki List und Regisseur Lukas Stepanik.

Zum Inhalt des Films:
Erzählt wird die Geschichte des jüdischen Emigranten Hermann Gebirtig, gespielt von Reinhard Simonischek, der sich ein Leben als erfolgreicher Schlagerkomponist in New York eingerichtet hat und glaubt, seine KZ-Vergangenheit als Lagerhäftling in Ebensee ebenso wie seine alte Heimat Wien weit hinter sich gelassen zu haben. Doch die Geschichte holt ihn, den abgeklärten Erfolgsmenschen, im fernen Amerika ein. Susanne Ressel, eine schöne junge Journalistin aus Wien, dargestellt von Ruth Rieser, überredet Hermann mit List und Hartnäckigkeit, sich der Vergangenheit zu stellen und in Wien gegen einen ehemaligen KZ-Aufseher auszusagen. Der Prozess beginnt, doch ein Urteil soll es "mangels an Beweisen" nicht geben. Ob Gebirtigs Reise nun sinnlos war?
Gedreht wird die aufwendige Kinoproduktion, für die mehrere hundert Komparsen engagiert werden, an Schauplätzen in New York, Hamburg, Polen und Wien. In Polen werden zum Beispiel jene Szenen des Films gedreht, die im KZ spielen. Dafür werden in aufwendiger Bauarbeit eigens vier KZ-Baracken aufgestellt.

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