Oberchristl an Haupt: "Erfolg sollte nicht bestraft werden"

OÖGKK-Versicherte sollen zahlen

Linz (OTS) - Eine klare Absage erteilt OÖGKK-Obmann Helmut Oberchristl den Absichten von Sozialminister Herbert Haupt, die Rücklagen der OÖ Gebietskrankenkasse in einen "Verteilungs-Topf" nach Wien abzuschöpfen. Die OÖGKK werde ohnehin im Jahr 2001 dem Ausgleichsfonds der Krankenversicherungsträger rund 325 Millionen Schilling zur Verfügung stellen müssen. Wie Haupt erklärt hat, sollen gesunde Kassen nun zusätzlich Teile ihrer Rücklagen in einen Fonds einbringen, um schwachen Kassen auf die Beine zu helfen.

Im Jahr 1999 hat die OÖ Gebietkrankenkasse einen Mehrertrag von 47,2 Mio. Schilling, im Jahr 2000 einen Überschuss in Höhe von voraussichtlich 57,2 Mio. Schilling erwirtschaftet. Nun ist Sozialminister Herbert Haupt scharf auf Teile der Rücklagen der OÖGKK. So hat er in einer Aussendung verlauten lassen, dass "gesunde Länderkassen Teile ihrer Rücklagen in einen Fonds einbringen sollen, um schwachen Kassen auf die Beine zu helfen".

Dieser Absicht erteilt der Obmann der OÖ Gebietkrankenkasse, Helmut Oberchristl, eine klare Absage: "Dieses Geld der Oberösterreicher muss auch in Oberösterreich bleiben". Zugleich wendet er sich gegen die vom Minister geäußerte Kritik, in der er jenen Ländern mit sogenannten "reichen Kassen" unsolidarisches Verhalten vorwirft. Oberchristl dazu: "Die OÖ Gebietkrankenkasse wird alleine im Jahr 2001 rund 325 Millionen Schilling an den beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger eingerichteten Ausgleichsfonds überweisen. Dieser Solidarbeitrag muss reichen". Der Ausgleichsfonds sei ohnehin dazu geschaffen worden, finanziell schwächere Krankenversicherungsträger zu unterstützen.

Mit der von ihm geäußerten Absicht nimmt Sozialminister Haupt den Trägern der sozialen Krankenversicherung jeden Anreiz zu wirtschaftlichem Management. "Würde der Minister auf die Zahlen schauen, würde er sehen, dass wir unseren Erfolg aus einem besonders sparsamen Leistungszukauf erzielen", so Oberchristl. Denn die Einnahmen der OÖGKK liegen mit S 22.163,-- pro Versicherten sogar unter dem Durchschnitt aller Gebietskrankenkassen, der bei 22.389,-- Schilling pro Versicherten liegt. Bei den Ausgaben hingegen liegt die OÖGKK mit S 22.099,-- pro Versicherten nur an viertletzter Stelle aller Gebietskrankenkassen, die dafür bundesweit durchschnittlich 22.904,-- Schilling pro Versicherten aufwenden müssen. Von einem strukturellen Vorteil der OÖGKK kann also keine Rede sein. Vielmehr hat sie überdurchschnittlich viele beitragsfrei mitversicherte Angehörige aufzuweisen, liegt sie knapp über dem Durchschnitt beim Anteil an Pensionisten und muss überdurchschnittlich zur Finanzierung der Krankenanstalten beitragen.

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