Was hat Hans Sallmutter mit den Frauen zu tun?

Linz (AKO) Zugegeben: Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger ist keine Hochburg der Frauenbeteiligung. Und es ist höchste Zeit, dass sich da etwas ändert. Aber: Die geplante Ablöse von Hauptverbands-Präsident Hans Sallmutter verheißt für die Frauen in diesem Land nichts Gutes.

Selbst wenn der Präsident des Hauptverbandes durch eine Frau ersetzt werden sollte: Um mehr Frauenbeteiligung an der Gestaltung des Gesundheitswesens geht es der Regierung wohl nicht. Vielmehr geht es darum, die derzeitige Organisation des Gesundheitswesens (Selbstverwaltung = Vertreter der Versicherten schauen auf gerechte Verteilung der Mittel und sparsames Wirtschaften) dafür verantwortlich zu machen, dass die Kosten den Einnahmen davonlaufen.

Es geht ganz offenbar darum, eines der besten Gesundheitssysteme der Welt (laut Weltgesundheitsorganisation) durch ein
anderes zu ersetzen. Es läuft hinaus auf Versicherungspflicht statt Pflichtversicherung, das heißt "freie" Wahl des Versicherungsträgers.

Das wiederum bedeutet in letzter Konsequenz die Spaltung der Versicherten in zwei Gruppen: Einerseits solche mit geringem Gesundheitsrisiko, für die es zum gleichen Tarif mehr Leistungen geben könnte. Und andererseits solche, die Pech haben und öfter etwas von der Krankenversicherung brauchen. Diese müssten dann entweder mehr zahlen oder müssten sich mit minderen Leistungen begnügen. Es darf als bekannt vorausgesetzt werden, dass Frauen bei privaten Versicherungen automatisch höhere Prämien bezahlen als Männer.

Auf längere Sicht stellt sich auch die Frage, ob bei einer Abkehr vom Solidaritätsprinzip (Reichere zahlen für Ärmere mit, Gesunde für Kranke) die beitragsfreie Mitversicherung von Kindern halten wird. Die beitragsfreie Mitversicherung von kinderlosen Ehepartnern hat die Regierung ja bereits abgeschafft.

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