Blecha erhebt "Nachforderung" bei Pensionen

Ausweitung des Berechnungszeitraumes soll höheren Wertausgleich bringen

Wien (SK) Vor einer "Pensionsfalle" warnte am Dienstag der Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ), Karl Blecha, nach der PVÖ-Präsidiumssitzung der mit 320.000 Mitgliedern stärksten Seniorenvereinigung. Blecha erhebt für die ASVG-PensionistInnen Anspruch auf eine Pensions-Nachforderung in der Höhe von 1,8 Milliarden Schilling. ****

Mit der Februar-Pension (im März, da die Pensionen im Nachhinein ausbezahlt werden) erhalten alle PensionistInnen als Einmalzahlung einen sogenannten "Wertausgleich" in der Höhe von einem Prozent ihrer Jahrespension, maximal aber 1.600 Schilling. "Dieser Betrag deckt die hohe Inflation bei weitem nicht ab, das ist für uns inakzeptabel", so Blecha gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Der PVÖ beschloss folgende "Nachforderung" bei den Pensionen: Als Zeitraum für die Berechnung des Teuerungsausgleichs wird derzeit der August des vorvorigen Jahres (1999) bis zum Juli des vorigen Jahres (2000) herangezogen. Diese Gesetzesbestimmung wurde von der Regierung deshalb beschlossen, weil sie davon ausging, dass zum spätest möglichen Verlautbarungszeitpunkt des Wertausgleichs Ende November noch keine aktuelleren Teuerungswerte vorliegen. Was in der Folge dazu führte, dass die besonders hohen Inflationsraten im Herbst unberücksichtigt blieben und der Wertausgleich nur sehr gering, mit 1,5 Prozent, berechnet wurde, erörterte Blecha.

Nun fordert der PVÖ eine Ausweitung des Berechnungszeitraumes auf August, September und Oktober 2000, um diese Monate mit ihren extrem hohen Inflationsraten jenseits der zwei-Prozent-Marke zu berücksichtigen. Dies würde laut Blecha einen um 0,6 Prozent höheren Wert ergeben. Statt 1.600 Schilling maximalem Wertausgleich müsse aufgrund der neuen Berechnung Inflationsabgeltung in der Höhe von 3.000 Schilling gewährt werden.

Blecha äußerte sich auch zur Finanzierung der Nachforderung und argumentierte, dass der Finanzminister Mehreinnahmen aus der Lohnsteuer, also auch von den PensionistInnen, in der Höhe von 28 Milliarden Schilling zur Verfügung habe. Dazu kämen noch sieben Milliarden Schilling Mehreinnahmen aus der Mehrwertsteuer. Die Nachforderung bezifferte Blecha mit 1,8 Milliarden Schilling für den ASVG-Bereich.

Blecha: "Diese Nachforderung liegt nun auf dem Tisch, ich erwarte sofortige Verhandlungen und die Erfüllung unserer Forderung", so Blecha abschließend. (Schluss) hm/mm

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