"Die Regierung hat uns vergessen"

Caritas versorgt Erdbebenopfer in entlegenen Dörfern

Wien (OTS) - Menschen in entlegenen Dörfern im Erdbebengebiet leiden momentan am meisten, da sie kaum von der indischen Regierung und Hilfsorganisationen beachtet werden. Die Caritas konzentriert ihre Hilfe auf diese Gegenden. "Manche Dörfer sind dem Erdboden gleich", berichtet Friedrich Altenburg, Leiter der Caritas-Katastrophenhilfe, der am kommenden Sonntag wieder nach Wien zurückkehren wird. "Unsere Teams haben die Überlebenden in den letzten Tagen medizinisch erstversorgt, sie mit Decken und Planen ausgestattet und die Schwerverletzten ins nächste Krankenhaus gebracht. 100 abgeschiedene Dörfer haben Caritas-MitarbeiterInnen, darunter Ärzte und Krankenschwestern, bereits aufgesucht. "Viele dieser Dorfbewohner fühlen sich von der Regierung alleine gelassen. Sie sind verärgert und verzweifelt und brauchen dringend weitere Hilfe. Zelte, Planen, Decken und Kochtöpfe sind nach wie vor nicht genügend vorhanden."

Die Caritas konzentriert ihre Hilfe in den nächsten Monaten auf die ärmsten Gebiete rund um Bhuj, Bhachau und Gandhidam. "Bis die Regierung Maßnahmen zum Wiederaufbau ergreifen wird, kann es bis zu einem halben Jahr dauern", weiß Altenburg aus Erfahrung. Deshalb ist es wichtig, den Familien gute Zelte und halbpermanente Unterkünfte zu geben. Eine Gefahr sieht Altenburg am Lebensmittelmarkt. Derzeit verteilen viele Hilfsorganisationen Nahrungsmittel. Die meisten Organisationen werden sich bald zurückziehen. Doch der Markt ist kaputt, Lebensmittelvorräte sind unter dem Schutt begraben und die Preise werden in die Höhe schießen.

Die Caritas richtet ihr Hilfsprogramm auf langfristige Unterstützung von rund 30.000 Familien aus. Neben der Errichtung von Unterkünften wird es weiterhin medizinische Betreuung und kontinuierliche Essensversorgung geben, bis sich der Markt wieder stabilisiert hat.

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