Wirtschaft fordert Ausbau der Eisenbahn Prag-Linz-Graz-Marburg

Präsident Christoph Leitl: "Für EU-Erweiterung sind leistungsfähige Bahnverbindungen in die Reformstaaten, besonders auch für den Transitverkehr, unerlässlich."

Wien (PWK092) Als unerlässlich für Österreichs Außenhandel und für die Bewältigung des Transitaufkommens bezeichnet Präsident Christoph Leitl den Bau leistungsfähiger Eisenbahnverbindungen in die Reformstaaten. "Als besonders wichtige Eisenbahnlinie ist hier die Strecke Prag-Budweis-Linz-Graz-Marburg anzusehen," betont Leitl. "Eine besondere Schwachstelle ist dabei die Summerauerbahn zwischen Linz und Budweis." Die Wirtschaft verlangt jedenfalls leistungsfähige Verbindungen zwischen dem Transeuropäischen Eisenbahnnetz in den EU-Staaten und den auszubauenden TINA-Korridoren in den Reformländern.

Die Strecke Linz-Summerau wurde bereits mit Verordnung der Bundesregierung zur Hochleistungsstrecke erklärt und die Ausbauplanung den ÖBB übertragen. Derzeit werden die dafür anfallenden Kosten errechnet und ein Ausbauzeitplan mit der Tschechischen Republik ausgehandelt. "Dann muss jedoch die Finanzierung für eine deutliche Leistungsverbesserung der Summerauerbahn sichergestellt werden," fordert Christoph Leitl. Schon bald fertiggestellt wird der zweigleisige Ausbau der Bahn zwischen Selzthal und St. Michael, wo im Herbst 2000 die Bauarbeiten für das letzte Teilstück am Schoberpass vergeben wurden.

Derzeit liegt das Europäische Übereinkommen über die Hauptlinien des Internationalen Eisenbahnverkehrs, das analog zu den "Europastraßen" die wichtigen internationalen Eisenbahnlinien, dessen Kategorien und Ausbauparameter festlegt, zur Ratifikation im Nationalrat. Als E 551, E 65 und E 67 ist darin die Strecke
Prag-Summerau-Linz-Selzthal-S .Michael-Bruck/Mur-Graz-Spielfeld/Strass-Marburg enthalten. Mit der Aufnahme der Strecke in das europäische Eisenbahnnetz wird der Bedeutung der Verbindung für den Zusammenschluss der Wirtschaftsräume Böhmen, Oberösterreich, Steiermark und Slowenien Rechnung getragen. Aber auch die weitergehende Verbindung nach Berlin/Malmö im Norden und Belgrad/Athen im Süden zeigt die gesamteuropäische Bedeutung als eine der wichtigsten Nord-Süd-Eisenbahnverbindungen des Kontinents.

"Die Wirtschaftskammer Österreich wird darauf drängen, dass beim weiteren Ausbau des österreichischen Eisenbahnnetzes der besonderen Bedeutung dieser Verbindung für Österreichs Wirtschaft Rechnung getragen wird. Eine leistungsfähige Eisenbahnverbindung ist außerdem der beste Garant dafür, dass erhebliche Teile des Verkehrszuwachses im Transitverkehr durch Österreich auf der Schiene abgewickelt werden," betont Christoph Leitl. (NE)

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