Povysil: Offene Worte zur Kulturpolitik

Zwischenbilanz der begonnenen Kulturreform durch die FPÖ/ÖVP Regierung

Wien, 2001-02-05 (fpd) - Enttäuscht zeigte sich die freiheitliche Abg. Dr. Brigitte Povysil über zynische und eingefärbte kulturpolitische Äußerungen in den OÖN. "Diese unsachlichen Aussagen desavouieren die Reformaktivitäten der FPÖVP Regierung", so die Obfrau des Kulturausschusses im Nationalrat. ****

"In rhetorischer Selbstbefriedigung werden vereinzelte ‚Kulturexperten‘ nicht müde, die blau-schwarze Regierungskoalition als Gefährdung jeglicher künstlerischer Freiheit zu geißeln. Die Realitätsverweigerung findet ihren Niederschlag in kryptisch pessimistischen Warnungen vor dem ‚Untergang des Kulturlandes Österreich‘", so Povysil.

"Tatsache ist, daß in diesem Jahr die neue Regierung kulturpolitisch gerade für die existentielle Grundlage von Künstlern und für die spröde junge Kunst mehr getan hat als Jahrzehnte zuvor", betonte die freiheitliche Kultursprecherin: "Diverse Reformen wie z.B. die Künstlersozialversicherung mit staatlichen Zuschüssen bei Einkommen von mindestens S 3.977 bis S 22.500 Obergrenze; ganz zu schweigen von der von Finanzminister Grasser und dem Staatssekretär für Kunst vereinbarten steuerlichen Entlastung für Künstler, welche es hinkünftig erlaubt, Einnahmen auf drei Jahre bei der Einkommensteuer zu veranlagen, sowie eine Pauschalierung der Betriebsausgaben ermöglicht; oder die Ausweitung der Zuzugsbegünstigung auch für Kunstschaffende wurde eingeführt. Die gelungene Neuregelung der Galerienförderung, wobei Museen - nicht nur die des Bundes - einen gewissen Betrag erhalten und eigene Mittel verwenden müssen, um Ankäufe aus laufenden Ausstellungen gewährleisten zu können; dies bietet eine bessere Präsentationsmöglichkeit junger Künstler und belebt den österreichischen Kunstmarkt. Die neue Buchpreisregelung, die von EU Wettbewerbskommissar Monti als vorbildlich gelobt wurde, sichert den Erhalt der auflagenschwächeren österreichischen Literatur im deutschsprachigen Raum."

"Besonders hervorzuheben ist sicherlich die erstmalige öffentliche Beteiligung der Bürger an der von den Freiheitlichen initiierten Volksbefragung zum Musiktheater Linz, welche den Mitsprachewillen der Bevölkerung durch die hohe Beteiligung eindrucksvoll unterstrichen hat. Ein parteipolitisches gewünschtes Projekt und nicht die Kultur wurde abgelehnt", so Povysil. "Dies steht nicht im Gegensatz zum klaren Bekenntnis, zur Freude und Liebe sowie zum politischen Engagement für Künstler, Theater, Tanz und Oper."

"Nicht Volksverdummung, sondern Einbindung der Bürger in kulturellen Fragen ist das kulturpolitische Credo der neuen Regierung,. Nicht ausschließliche Förderung arrivierter und finanziell abgesicherter Künstler und Kunstrichtungen, sondern Unterstützung dort, wo Kreativität existentiell bedroht ist, steht im Vordergrund. Kritik ist erwünscht, nur darf sie aber auch von allen Bürgern kontroversiell von rechts, links und allseits geführt werden", so Povysil abschließend. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 /5491Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC