Spanien: Österreichs Exporteure schlagen am Umweltsektor zu

Jenbacher schließt bisher größten Umweltauftrag ab

Wien (PWK090) Spanien weist im Umweltbereich innerhalb der Europäischen Union einigen Nachholbedarf auf, der nun nach und nach beseitigt werden soll. Deshalb fließen zur Zeit besonders viele Investitionen, vor allem aus der gesicherten Finanzierung des EU-Kohäsionsfonds, in Spanien in Umweltschutz und -technologie. "Österreich, das auf diesem Sektor einen ausgezeichneten Ruf genießt, nützt die 'Gunst der Stunde' und engagiert sich höchst erfolgreich bei aktuellen Projekten", berichtet Österreichs Handelsdelegierter in Barcelona, Heinz Walter.

So konnte der Tiroler Gasmotorenhersteller Jenbacher Energiesysteme kürzlich den bislang größten österreichischen Auftrag in Spanien am Umweltsektor an Land ziehen. Zur Errichtung von elf Anlagen zur Beseitigung der Grundwasserkontamination wird Jenbacher 55 Aggregate zur Stromerzeugung um rund eine halbe Milliarde Schilling liefern. Die Anlagen werden primär entlang der Ost- bzw. Südküste Spaniens mit je fünf Aggregaten pro Standort errichtet.

Die WKÖ-Außenhandelsstellen in Madrid und Barcelona haben den Umweltbereich zu einem Schwerpunktthema ihrer Marketingaktivitäten für österreichische Firmen gemacht. "Im November wurde eine Wirtschaftsmission 'Umweltschutztechnik' durchgeführt, für heuer werden österreichische Informationsstände auf den internationalen Umweltschutzmessen sowie die Teilnahme an technisch-wissenschaftlichen Symposien zum Thema 'Alternativenergie' in Spanien organisiert", so Heinz Walter.

Auch die generelle Entwicklung der österreichischen Exporte nach Spanien gestaltet sich durchaus positiv. In den ersten zehn Monaten 2000 stiegen diese um rund 8 Prozent auf über 21 Mrd Schilling an. Die lebhafte Investitionstätigkeit der spanischen Industrie eröffnet den österreichischen Exporteuren vor allem auch bei Maschinen und Anlagen sowie Kraftfahrzeugen neue Möglichkeiten. "Auch die Brückenkopf-Funktion Spaniens nach Lateinamerika kann von österreichischen Firmen besonders im Zulieferbereich immer besser genutzt werden", berichtet der Handelsdelegierte. Zur Zeit bestehen rund 100 Tochterbetriebe österreichischer Unternehmen in Spanien, insgesamt bearbeiten rund 2.500 heimische Firmen den spanischen Markt. (Ne)

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