Sima zu Temelin: Völliger Realitätsverlust des tschechischen Industrie-Ministers

Einhaltung des Melker Abkommens ohne wenn und aber

Wien (SK) Unter vollkommenen Realitätsverlust leide nach Ansicht von SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima der tschechische Industrieminister Miroslav Gregr. Dieser hat gegenüber der Prager Tageszeitung "Pravo" das AKW Temelin als eines der modernsten AKW der Welt bezeichnet. "Gerade die kürzlich bekannt gewordenen ‚Details‘ wie etwa 45cm lange Risse in den Dampfzuführungsrohrleitungen und die unsägliche Pannenserie sowie die Abschaltung aufgrund ungelöster Turbinen-Probleme sprechen eine andere Sprache. Gregrs Aussagen scheinen ein verzweifelter Versuch zu sein, das katastrophale Image des Pannen-AKWs ein bisschen aufzubessern" so Sima. ****

Seine Anregung, man sollte vor dem Reaktor auf die Knie sinken und den Erbauern seine Ehrerbietung bezeugen, kann nur ein schlechter Faschingsscherz sein", so Sima. Die Umweltsprecherin fordert die österreichische Bundesregierung auf, auf die Umsetzung des Melker Abkommens ohne wenn und aber zu bestehen. "Nach langwierigen Verhandlungen kam es in Melk zu einem Kompromiss, nun kann sich die tschechische Regierung nicht einfach von gemachten Zusagen verabschieden", so die Umweltsprecherin. Darüber hinaus sei essentiell, dass die UVP nach tschechischem Recht mit klaren terminlichen Vorgaben abgewickelt werde. "Die österreichische Bundesregierung lässt sich schon viel zu lang hinhalten. Seit Melk sind bereits zwei Monate vergangen und es gibt noch immer keine klare Vorgangsweise. Minister Molterer muss jetzt Druck machen!", so Sima abschließend. (Schluss) se/mm

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