BSE-Ähnliche Erkrankung auch bei Hunden?

Keine Panikmache, aber Aufklärung dringend vonnöten

Wien (OTS) - In Österreich wird im Zuge der allgemeinen Diskussion rund um BSE sowohl seitens der Wissenschaft als auch vieler Medien immer wieder betont, dass es bisher - im Gegensatz zur Katze - keinen einzigen Fall gäbe, bei dem ein Hund mit einer BSE-ähnlichen Erkrankung infiziert worden wäre.

Der Tierschutzverein CANIS möchte darauf hinweisen, daß Statements dieser Art der Wahrheit nicht gerecht werden. Hierzu die Fakten:

Wie die Tageszeitung "The Guardian" bereits am 29.April 1997 schrieb, unterdrückte das britische Landwirtschaftsministerium über Jahre Daten über CSE (Canine Spongiforme Enzephalopathie) - also BSE bei Hundeartigen. Demnach erstellte im Auftrag der britischen Regierung das Spongiform Encephalopathy Advisory Committee, ein Expertenkomitee in Fragen BSE, 1991 eine Studie, in der deutlich zum Ausdruck kam, dass bei 444 obduzierten Hunden einige Gehirne klare Anzeichen schwammartiger Verformung aufwiesen, was eine BSE-ähnliche Erkrankung sehr wahrscheinlich macht. Der damalige Landwirtschaftsminister Douglas Hogg unterdrückte das Resümee mit dem zynischen Wortlaut: "Die Studie brachte keine neuen Erkenntnisse für die Menschheit"

Im selben Jahr deuteten bei einem in Oslo, Norwegen, verstorbenen Golden Retriever die Gehirndeformierungen ebenfalls auf CSE hin. Dem Nachrichtenmagazin "Stern" gegenüber erklärte der deutsche BSE-Fachmann Dr.Wolfgang Wodarg: "Ich rechne schon länger damit, dass auch unter Hunden BSE-Fälle auftauchen. Der Erreger hat es bei den meisten Versuchstieren geschafft, die Artenbarriere zu überspringen. Also ist es auch bei Hunden mehr als wahrscheinlich."

Mag. Alexander Willer, Tierschutzverein CANIS: "Es wäre völlig falsch, jetzt in Hysterie wegen Hundefutter zu verfallen. Allerdings nützt es auch wenig - wie die berühmte indische Affentriade - nichts sehen, nichts hören und nichts reden zu verordnen. Wer seinen Hund einigermaßen sicher ernähren will, sollte daher auf Qualität der Nahrung achten. Vorsicht bei Billigprodukten und Augen auf, was Inhaltsstoffe und Herkunftsland betrifft."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tierschutzverein CANIS
Tel.: 01/718 57 93 oder 0676/946 92 69

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS