"profil": Klasnic wusste von Tierzucht-Missständen

Steierischer Tierarzt informierte Landeshauptfrau bereits vor 4 Jahren über Antibiotikaeinsatz und schwerste Tierkrankheiten

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, waren nicht nur zahlreiche Minister und Bundesbehörden über die Missstände in der österreichischen Schweinezucht informiert, sondern auch Landespolitiker. "profil" zitiert aus mehreren Schreiben des steirischen Tierarztes Franz Mayer, in denen der Veterinärmediziner bereits vor vier Jahren die steirischen Behörden und auch Landeshauptfrau Waltraud Klasnic persönlich von den Praktiken in der österreichischen Schweinemast unterrichtete.

Durch Mayers Sachverhaltsdarstellungen bekommt die Schweinefleischaffäre zusätzlich eine neue Dimension. Denn Mayer warnte laut "profil" nicht nur vor verbotenem Antibiotika-Einsatz, sondern berichtete auch von Analysen in Schlachthöfen. Diesen Untersuchungen zufolge sind bis zu 80 Prozent der Tierorgane von schwersten Krankheiten befallen. Dazu zählen Wurmerkrankungen, Lungen-, Herz- und Leberleiden sowie Brustfellentzündungen. Dies seien keine Einzelfälle, so Mayer in "profil", sondern es sei "seit Jahren ein Dauerzustand mit steigender Tendenz".

Klasnic selbst habe auf seine Schreiben nie reagiert, so Mayer weiter. In Klasnics Büro wurde gegenüber "profil" erklärt, dass Mayers Informationen intern weiter gegeben worden seien. Der steirische Landesveterinärdirektor Josef Köfer sagte, ihm seien die Probleme bekannt gewesen und er habe selbst seit Jahren den Aufbau eines flächendeckenden Melde- und Kontrollsystems in der Steiermark forciert.

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