Industriellenvereinigung will bewusst Interessenvertretung der Arbeitnehmervertreter nicht verstehen

Wien (ÖGB). Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft ÖIAG, Helmut Oberchristl, stellt zu einer Presseaussendung von Generalsekretär Fritz von der Industriellenvereinigung, in der sich dieser über ein angeblich parteipolitisches Verhalten des ÖGB beschwert, folgendes fest: "Nicht zum ersten Mal möchte die IV die Vertretung der Interessen der Arbeitnehmer gerne auf die rein betriebliche Ebene, auf Fragen wie ,wo dürfen Kaffeemaschinen in den Büros stehen' oder ,darf’s ein bisschen mehr unbezahlte Arbeitszeit sein' reduzieren. Vor allem will sie die Gewerkschaft und Arbeiterkammer ausschließen."++++

Interessenvertretung ist aber nicht teilbar.

"Die Interessen der Arbeitnehmer reichen vom betriebsbezogenen Anliegen über sozialpolitische und arbeitsrechtliche Fragen bis zu kulturellen Aspekten hin, wie es ja auch aus dem Arbeitsverfassungsgesetz hervorgeht", so Oberchristl.

"Und die Betriebsräte werden daher die Mitarbeiter selbstverständlich jetzt und weiterhin informieren und mit ihnen diskutieren, wenn Rechte und wesentliche Arbeitnehmerinteressen auf dem Spiel stehen, wie z. B. Veränderungen im Sozialversicherungsrecht oder Verkauf von österreichischen Schlüsselunternehmen. Egal welche politische Konstellation, welche Regierung gerade vorhanden ist", stellt Oberchristl abschließend fest. (aw)

ÖGB, 1. Februar 2001
Nr. 87

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