Fertigstellung des Misrachi-Hauses am Judenplatz auch eine Demonstration des Könnens gewerblicher Architekten

Der Baumeister und gewerbliche Architekt Hans-Peter Wildom übernahm vor zwei Jahren die anspruchsvolle Aufgabe der Revitalisierung des Hauses

Wien(PWK083) Die heutige Schlüsselübergabe für das Misrachi-Haus am Judenplatz ist nicht nur ein wichtiges Ereignis für die israelitische Kultusgemeinde, sondern auch für alle planenden Baumeister. Nicht zuletzt wegen seiner reichen Erfahrung im Zusammenhang mit denkmalschützerisch sensiblen Umgestaltungen hat die Gemeinde Wien die Revitalisierung der ehemaligen Synagoge am Judenplatz Stadtbaumeister Hans-Peter Wildom anvertraut. Ziel war es, traditionelle, liturgische und zeitgemäße gesellschaftliche Nutzungen zu einem einheitlichen Ganzen zu verbinden.

Keine leichte Aufgabe, denn aufgrund des schlechten Bauzustandes waren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. Auch das Bundesdenkmalamt hatte ein gewichtiges Wort mitzureden. Wildom ist es in zweijähriger mühevoller Arbeit gelungen, einen erheblichen Teil der wertvollen historischen Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig das gesamte Haus vollständig zu revitalisieren. Dabei traten zahlreiche unvorhergesehen Problemen auf, die mehrfache Umplanungen erforderten. Nun ist das Projekt mit der Schlüsselübergabe an die Nutzer endgültig abgeschlossen.

Projektvorgabe waren die komplette Sanierung des Gesamtobjektes sowie Neu- und Umplanungen zur Bedeckung des künftigen Bedarfs. Im Mittelpunkt stand die bestmögliche Wiederherstellung bzw. Rückführung in den Originalszustand. Zu Beginn der Planung sah sich Wildom mit einer sehr ungleichmäßigen Bausubstanz konfrontiert, denn das Gebäude wurde im Laufe der Zeit unzählige Male umgebaut. Auch die Konturen des Bauwerks waren unvollständig. Wildom setzte daher auf einen kooperativen Ausbaustil, indem er alle wichtigen Konsulenten, Fachleute verschiedener Behörden und die Experten des Bundesdenkmalamtes von Anfang an in die Planung einbezog.

Das Museum mit Ausgrabungen der mittelalterlichen Synagoge ist bereits seit Oktober 2000 in Betrieb. In den ersten beiden Etagen befinden sich der Betraum und das Jugendzentrum der Misrachi. Das Museum hat in der dritten Etage Büro- und Archivräume bezogen. Im Dachgeschoss befinden sich Wohnungen.

Die Bauausführung wurde von der Wiener Firma Mandahus, ebenfalls einem renommierten gewerblichen Baunternehmen, durchgeführt. (MH)

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