Gaßner: SPÖ bringt Entschließungsantrag zum Schutz der Arbeitnehmer in der fleischverarbeitenden Industrie ein

Wien (SK) "Alle denken an die armen Bauern, aber niemand kümmert sich um die Situation der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in der fleischverarbeitenden Industrie", machte SPÖ-Abgeordneter Kurt Gaßner im Rahmen der Nationalratsdebatte am Donnerstag zum "Grünen Bericht" auf eine den Fleischskandal massivst betroffene Berufsgruppe aufmerksam. Es dürfe nicht angehen, so Gaßner, dass diese Arbeitnehmer den Fleischskandal mit Kurzarbeit und Kündigungen ausbaden müssen. In einem Entschließungsantrag forderte die SPÖ deshalb die unbefristete Verlängerung der Arbeitsplätze in der fleischverarbeitenden Industrie. ****

Mit Vehemenz wandte sich Gaßner gegen die bisher praktizierte Förderungsphilosophie "Größer und Mehr", welche die Bauern zwinge, unter Druck zu produzieren, und sie letztendlich zu Wachstumsförderern und Billigfutter greifen lasse. Die SPÖ-Förderungsphilosophie, die Gaßner durch den "Grünen Bericht" bestätigt sah, sehe freilich anders aus: "Qualität und Arbeit " sei deren Gebot.

"Wenn sich jemand ein Auto um 250.000 Schilling kauft und die Bremsen funktionieren nicht, dann kann man auch nicht sagen, hätten sie sich ein teureres gekauft", konterkarierte Gaßner den von Bauernvertretern erhobenen Vorwurf, die Konsumenten seien selber schuld, wenn sie zu den Billigprodukten greifen. "Ob billig oder teuer, das dürfe nicht gelten", so Gaßner, denn: "Die Konsumenten haben ein Recht auf gesunde Lebensmittel." (Schluss) lm

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