Parfuss fordert artgerechte Tierhaltung - zum Schutz der Menschen

Wien (SK) "Um die Gesundheit der Menschen zu schützen, muss es eine artgerechte Tierhaltung auf den Bauernhöfen geben. Deshalb fordern wir von der Bundesregierung ein Bundestierschutzgesetz bis zum 31. März, denn Tierschutz ist Menschenschutz", erklärte SPÖ-Tierschutzsprecherin Ludmilla Parfuss Donnerstag vor dem Nationalrat in einer Debatte zum Grünen Bericht. Parfuss betonte, es habe bereits zahlreiche Diskussionen gegeben über ein bundeseinheitliches Tierschutzgesetz und die ungenügenden Tierschutzvorschriften. Der ÖVP warf Parfuss vor, Dutzende Gelegenheiten verpasst zu haben, etwas für den Tierschutz zu tun. Die ÖVP habe stets behauptet, dass genug für den Tierschutz unternommen würde, und die EU angerufen, die Österreich jetzt kritisiere. ****

Die Kontrollorgane klagten über Personalmangel, unterstrich die SPÖ-Abgeordnete. "Angesichts der BSE-Krise, die hoffentlich noch lange außerhalb Österreichs ist, und angesichts des Medikamentenmissbrauchs ist es fünf vor zwölf bei der Tierhaltung. Viele Menschen in Österreich haben seit Jahren auf die krankmachenden Haltungsbedingungen von Tieren in Österreich hingewiesen - ohne Erfolg. Jetzt geht nichts mehr mit Schönreden, jetzt muss man handeln."

Die SPÖ-Tierschutzsprecherin wies auch darauf hin, dass BSE Ausdruck für leistungsorientierte Fleischproduktion sei. Tiere würden nicht als eigenständige Individuen mit eigenen Rechten angesehen; die Entscheidungsträger in der Landwirtschaft - die Leute im Bauernbund und im Landwirtschaftsministerium - würden den Tierschutz nicht erst nehmen, kritisierte Parfuss abschließend. (Schluss) ts

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