FSG-Bachner: Von Parteipolitik kann keine Rede sein

Unverständliche Kritik der Industriellenvereinigung

Wien (FSG). "Der Herr Generalsekretär liegt ordentlich daneben", antwortet die Bundessekretärin der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG) im ÖGB auf die Kritik des Generalsekretärs der Industriellenvereinigung, Lorenz Fritz, der ÖGB würde mit den Betriebsversammlungen Parteipolitik betreiben.++++

"Wer gegen die Schröpfaktionen der Regierung protestiert, betreibt nicht Parteipolitik, sonder vertritt die Interessen der ArbeitnehmerInnen", korrigiert Bachner den IV-Generalsekretär und meint weiter: "Kaltschnäuziger Sozialabbau, die Zerschlagung der Selbstverwaltung der Sozialversicherung und der Ausverkauf der österreichischen Industrieunternehmen sind Regierungsaktionen, die vor allem die ArbeitnehmerInnen treffen. Wenn die Beschäftigten in den Betrieben davon die Nase voll haben, ist es das Recht der Betriebsräte und der Belegschaften dagegen zu protestieren."

Die FSG-Bundessekretärin weiter zur Befürchtung von Fritz, dass die innerbetriebliche Sozialpartnerschaft gefährdet sei: "Es wird auch in Zukunft an den Arbeitgebern liegen, ob es in den Betrieben ein kooperatives Klima geben wird. Jedenfalls sind Drehverbote bei Betriebsversammlungen für das Fernsehen, wie sie heute die Generaldirektion der Austria Tabak erlassen hat, nicht sehr förderlich."

Bachner abschließend: "Dass es den Gewerkschaften innerhalb von nur zwei Tagen gelungen, ist mehr als 400 gut besuchte Betriebsversammlungen zu organisieren, zeigt deutlich, dass es in den Betrieben zunehmend brodelt."

FSG, 1. Februar 2001 Nr. 13

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