SCHWARZENBERGER: OPPOSITION SKANDALISIERT ÖSTERREICHISCHE LANDWIRTSCHAFT Jetzt vorrangig Vertrauen der Konsumenten wiederherstellen

Wien, 1. Februar 2001 (ÖVP-PK) Entsetzt ist ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg. Georg Schwarzenberger über die Polemik der Opposition auf dem Rücken der Bauern. "Die Opposition skandalisiert die gesamte österreichische Landwirtschaft und ruiniert so unsere Bauern. Das werden wir nicht zulassen", so Schwarzenberger heute, Donnerstag, im Plenum des Nationalrats.****

Schwarzenberger stellte klar: Sieht man die Betriebsgrößenstruktur in Österreich zu jener in anderen EU-Ländern im Vergleich, so erkennt man die vorbildliche österreichische Agrarsituation: Bei den Betriebsgrößen der Schweinehaltung mit über 1000 Stück liegt Österreich mit 2,2 Prozent mit Abstand an letzter Stelle - in Irland beträgt dieser Prozentsatz 89 Prozent! Im Rinderbereich betragen die Betriebe mit Milchkühen mit mehr als 50 Stück 0,7 Prozent, in Großbritannien beispielsweise 82 Prozent. "Hier von einer Umkehr der Agrarpolitik zu sprechen, ist schlichtweg falsch."

"Im Öpul 2000 für eine umweltgerechte österreichische Landwirtschaft haben wir eine wesentliche Aufstockung für Biobauern vorgenommen", führte Schwarzenberger weiter aus. Wir wollen dieses Geld aber den Bauern zukommen lassen und nicht den Biovereinen. So werden etwa die Flächenprämien für biologische Grünlandbauern heuer um 13 Prozent angehoben, für Ackerbauern um 11 Prozent."

Schwarzenberger trat vehement dem Versuch einer Skandalisierung der österreichischen Bauern entgegen: "In Österreich gibt es 82.000 Bauern mit Schweinehaltung. Leider sind bei 36 Bauern Missstände aufgetreten. Das ist bedauerlich, aber lediglich ein halbes Promill. Damit kann man nicht alle Bauern in Misskredit schicken. In Österreich gibt es darüber hinaus 100.000 Rinderbauern, bis jetzt aber keinen einzigen BSE-Fall. Fast liegt der Verdacht nahe, dass die Vorfreude der Genossen zu früh war, nachdem sich der Verdachtsfall in Tirol als falsch herausgestellt hat."

Österreich habe 1987 - initiiert vom damaligen Landwirtschaftsminister Riegler unter Mitarbeit des jetzigen Landwirtschaftsministers Molterer mit der ökologischen Landwirtschaft begonnen. "Molterer war schon damals, und ist es immer noch, von dieser Idee zutiefst beseelt", ist Schwarzenberger überzeugt. "Was wir für die nächste Zeit brauchen und woran wir arbeiten werden, ist eine Wiederherstellung des Vertrauens unserer Konsumenten." Dazu sind folgende Maßnahmen nötig:

o Ein dauerhaftes Verbot für Tiermehl, bis der Ansteckungsherd wissenschaftlich erwiesen ist - dafür tritt Landwirtschaftsminister Molterer in der EU ein.
o Diese Woche wurde beim Agrarministerrat Seperatorenfleisch verboten.
o Heute wird ein Verbot von Tiermehl als Düngemittel beschlossen. o Wir brauchen langfristig einen europäischen Eiweissplan.
o Wir brauchen im Veterinärbereich einheitliche strenge europäische Zulassungsbestimmungen und
o wir brauchen eine Trennung von Amtstierarzt und Betreuungstierarzt.

"Österreich ist auch bei der Konzeption der Marktordnungsprämie für eine Größendegression eingetreten, was die Sozialdemokraten in Europa massiv bekämpfen. Wir werden aber dafür weiterkämpfen und dies noch vor der Osterweiterung umsetzen müssen", schloss Schwarzenberger.
(Schluss)

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