Fallent: Drohendes Finanzdebakel in Tschechien durch Temelin

Ignoranz und Verantwortungslosigkeit rächen sich

Wien, 2001-02-01 (fpd) - "Wie wir soeben erfahren haben, drücken das desolate Kraftwerk Temelin gemeinsam mit dem AKW Dukovany den Erlös der geplanten Privatisierung des tschechischen Strommarktes um einige Milliarden nach unten", erklärte heute der freiheitliche Umweltsprecher Abg. Ing. Gerhard Fallent. "Dies ist ein Beweis dafür, wie unrentabel Atomkraftwerke sind", so Fallent weiter. ****

"Vom tschechischen Industrieminister Miroslav Gregr wäre geplant gewesen, die tschechische Energiewirtschaft als Ganzes um ca. 120 Milliarden Schilling zu verkaufen", erläuterte Fallent. "Wirtschaftsexperten gehen von einem realistischen Erlös von ca. 40 Milliarden Schilling aus. Grund dafür ist, daß von den drei Interessenten - dem britischen National Power Konzern, dem deutschen eon Konzern und Electricite de France - nur noch einer übrig ist. Die britische National Power ist deshalb aus dem Rennen, weil Gregr nur an ein Unternehmen verkauft, das selbst Atomkraftwerke betreibt und dies die Briten nicht tun. Der eon Konzern kam nicht in Frage, weil Gregr nur an ein Unternehmen verkauft, dessen Land nicht aus der Atomkraft aussteigt und Deutschland das vor hat. So bleibt nur noch der französische Atomgigant Electricite de France, der nun massiv auf den Preis drückt. Als Grund geben die Franzosen an, daß Temelin und Dukovany in halb Europa als Sicherheitsrisiken gelten und Temelin noch nicht einmal ordentlich läuft."

"Dies ist ein Grund mehr, auf ein atomfreies Europa zu bestehen und Temelin nicht mehr in Betrieb zu nehmen", so Fallent abschließend. (Schluß)

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (01) 40 110 /5491

Freiheitliches Pressereferat

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NFC/NFC