Mikl-Leitner: Babyklappe im Parlament legalisiert

Erster Schritt in Richtung "anonyme Geburt" ist gesetzt

St. Pölten (NÖI) - "Heute wird im Parlament durch eine Änderung im Strafgesetzbuch die Babyklappe endlich legalisiert. Bisher drohte jungen Müttern, die durch ihre Geburt völlig aus der Bahn geworfen wurden und ihr Kind in einer solchen Babyklappe abgegeben haben, eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren. Verzweiflungstaten und völlig unüberlegte Handlungen waren dabei die Folge", erinnert LGF NR Mag. Johanna Mikl-Leitner an die schrecklichen Tragödien, die sich immer wieder abspielen.****

Für Mikl-Leitner ist die Legalisierung der Babyklappe ein erster Schritt in Richtung "anonyme Geburt", für die sich auch Niederösterreichs LH-Stv. Liese Prokop an vorderster Front einsetzt. Der Beschluss, der heute gefasst wird, gibt uns die Grundlage für die nächsten Schritte in Richtung anonymer Geburt. Dass es auch in Österreich möglich wird, Kinder anonym in Spitälern zur Welt zu bringen und anschließend, ohne Angabe von persönlichen Daten zur Adoption freizugeben, bedarf es noch einer Reihe von Gesetzesänderungen. Es geht dabei um Änderungen im Meldegesetz, im Krankenanstalten- und Hebammengesetz, sowie in der europäischen Menschenrechtskonvention.

"Am Zug ist jetzt Justizminister Böhmdorfer, die entsprechenden Gesetzesänderungen vorzunehmen. Ich werde mich an ihn wenden und die Umsetzung einfordern. Alleine in Niederösterreich wollen 500 Paare ein Kind adoptieren - im Gegensatz dazu werden aber nur 50 Kinder pro Jahr zur Adoption freigegeben. Mit der Legalisierung der "anonymen Geburt" kann sowohl jenen jungen Menschen, deren sehnlichster Wunsch es ist, ein Kind zu adoptieren, als auch den Müttern, die mit der Geburt eines Kindes völlig überfordert sind, geholfen werden. Mit dieser Maßnahme wollen wir Schlagzeilen von getöteten oder weggelegten Babys aus reiner Verzweiflung, vermeiden", betont Mikl-Leitner.

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