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"Neue Kärntner Tageszeitung" - Kommentar: Es geht um Österreich Ausgabe vom 1. Febr. 2000 Klagenfurt (OTS) - Es geht um Österreich. Eine aktuelle Umfrage hat es in sich: Sozialdemokraten in gewissem Aufwind; Volkspartei als vorläufige Gewinnerin der Wende; Freiheitliche im freien Fall Richtung 20 Prozent. An einen alten, wenn auch durchaus attraktiven Sager Jörg Haiders erinnernde Pointe des "Standard":"Die ÖVP gewinnt die Umfragen, die FPÖ die Macht." Stichwort "Macht": Um diesen wenig sympathischen Begriff rankt sich ein Kampf, dessen Ausgang nicht nur als parteipolitisches Tages- oder Wochengeschäft zu werten ist. Gemeint ist der beinhart vorgetragene Abservierungs- und Durchsetzungsanspruch einer Partei, die seinerzeit mit dem Versprechen angetreten ist, eben mit ihr, der Macht, aufzuräumen. Wie die inzwischen zu Einfluss gelangten Freiheitlichen mit der - mit ihrer - Macht umgehen, zeigt die Gegenwart, und man schreckt zurück. Das Beispiel Sallmutter, der einem "kalten Putsch" (Zitat: VP-Arbeiterkammer-Präsident Dinkhauser), einer brutal vorgetragenen Bestrafungsaktion zum Opfer gefallen ist, weil er die blau-schwarze Bundesregierung kritisiert hat, wirft Hunderttausenden Österreichern einen kalten, unheimlichen Schlagschatten ins Genick. Heute macht die Gewerkschaft gegen die Regierungspolitik mobil. Betriebsversammlungen als "Vorhut" zum Generalstreik? Es geht jedenfalls nicht nur um die Person des abgesetzten Präsidenten des Hauptverbandes der Sozailversicherungsträger, sondern auch gegen eine - kaum je wieder gutzumachende - Zerschlagung des Sozialsystems, eines der besten der Welt. Es geht letztlich um Österreich.

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