Sichrovsky: Muzicant schadet den Opfern des NS-Regimes

Verweigerung des NS-Entschädigungsvertrages aus reiner Opposition zu blau-schwarzer Regierung

Wien, 2001-01-31 (fpd) - "Die Ankündigung des Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde Ariel Muzicant den Vertrag zur Entschädigung von NS-Opfern nicht zu unterschreiben ist eine Mißachtung der Forderungen der Opfer des NS-Regimes und ihrer Nachkommen", stellte heute der freiheitliche Generalsekretär Mag. Peter Sichrovsky unmißverständlich fest. Bei einem Durchschnittsalter von 70 bis 80 Jahren der letzten noch lebenden Opfer des NS-Regimes sei jede weitere Verzögerung der Auszahlung der Wiedergutmachungen eine Form von Betrug an den noch Lebenden, so Sichrovsky.****

Die IKG arbeite hier gemeinsam mit anderen jüdischen Organisationen wie z.B. dem World-Jewish-Kongress eindeutig gegen die Interessen der österreichischen Juden und anderer österreichischer NS-Opfer, ist der Generalsekretär überzeugt. Als sehr bedauerlich bezeichnete Sichrovsky, daß nach einer jahrzehntelangen Verzögerung der Wiedergutmachung durch sozialdemokratische Regierungschefs nun auch die IKG dazu beitrage, daß es zu keiner schnellen Lösung der noch ausstehenden Probleme komme. "Die Leidtragenden sind die älteren Menschen, die nach den schlimmsten Jahren der Verfolgung und der jahrelangen Leugnung ihrer Forderungen jetzt auch noch von ihrer eigenen Standesvertretung im Stich gelassen werden", ist Sichrovsky empört.

"Die österreichische Regierung unter Führung von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel und Vizekanzlerin Dr. Susanne Riess-Passer ist daher aufgerufen unabhängig von den Stör- und Verzögerungsversuchen der IKG den Betroffenen eine gerechte Entschädigung so schnell wie möglich auszuzahlen und von Standes- und Interessensvertretungen, die das Schicksal der Opfer ignorieren sich nicht beeinflussen zu lassen.

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