Bartenstein: Österreich auf dem Weg zur Stromliberalisierung gut unterwegs - BILD (web)

Walter Boltz zum Geschäftsführer der Elektrizitäts-Control GmbH bestellt

Wien (OTS) - Mit der Bestellung des Geschäftsführers der Elektrizitäts-Control GmbH ist Österreich dem Plan entsprechend unterwegs in Richtung vollständiger Liberalisierung der Elektrizitätswirtschaft, erklärte Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit Dr. Martin Bartenstein heute im Rahmen einer Pressekonferenz. Nach einer öffentlichen Ausschreibung und wurde Dipl.-Ing. Walter Boltz für diese Funktion ausgewählt und vom Minister gemeinsam mit dem Aufsichtsrats-Vorsitzenden der Gesellschaft, Univ.-Prof. DDr. Walter Barfuß, der Öffentlichkeit vorgestellt. Schon jetzt können die Verbraucher von dieser Liberalisierung profitieren, führte Bartenstein weiter aus, weil die Energieversorgungsunternehmen in einer Art vorauseilenden Gehorsam die Strompreise gesenkt haben.

Boltz, Jahrgang 1953, hat an der TU Wien Technische Physik studiert und war danach mehrere Jahre in verschiedenen Funktionen in EDV-Bereich einer österreichischen Bankengruppe tätig und danach mit der Leitung der österreichischen Gesellschaft einer internationalen Beratungsgruppe mit Schwerpunkt Management- und Technologieberatung betraut. Der weitere Berufsweg führte über den Aufbau von Consulting Aktivitäten im Bereich Strategie, Finanzierung und Restrukturierung von Industriebetrieben in Osteuropa. In Tschechien, Slowenien und in der Slowakei konnte er Erfahrungen mit der Liberalisierung von Energieversorgungsmärkten und mit der Umstrukturierung von Monopolstrukturen sammeln. Seit 1999 ist er in der Geschäftsleitung von PricewaterhouseCoopers Management Consulting für den Bereich "Energy & Utilities verantwortlich und in dieser Funktion intensiv mit allen Fragen der Liberalisierung der Energiemärkte in Österreich und Westeuropa befasst. Durch die strategische Beratung von Energieversorgern verfügt er über exzellente Kenntnisse der Branche und der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen. Dank seiner Tätigkeit als Berater des Ministeriums in Grundsatzfragen der Strom-und Gasliberalisierung ist er mit dem momentanen Stand der Vorbereitungen für die Marktöffnung bestens vertraut.

Die Elektrizitäts-Control GmbH ist eine nicht gewinnorientierte Gesellschaft mit 60 bis 80 Mitarbeitern, deren Anteile vollständig dem Bund vorbehalten sind. Sie ist ein wichtiges Element für die Neuordnung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Elektrizitätswirtschaft und Elektrizitätsorganisation. Sie besorgt die Geschäftsführung für die Elektrizitäts-Control Kommission, erstellt Vorschläge für Marktregeln, führt die Aufsicht über das Abnahmeziel bei Öko-Energie, über Bilanzgruppenverantwortliche und genehmigt deren Allgemeine Bedingungen. Zu ihren Aufgaben zählt weiters die Zuweisung von Erzeugern oder Endverbrauchern, die keiner Bilanzgruppe angehören, zu einer solchen, die Beobachtung von Reziprozitätsvoraussetzungen, Angelegenheiten der Elektrizitätsstatistik, die organisatorische Abwicklung von Ausgleichszahlungen zwischen Netzbetreibern und die Vollziehung der Bestimmungen über Stranded Costs. Ihre Aufwendungen in der prognostizierten Höhe von 50 bis 60 Millionen Schilling (3,6 bis 4,4 Millionen Euro) sollen durch einen Aufschlag auf die Netzkosten gedeckt werden.

Die Elektrizitäts-Control Kommission besteht aus drei von der Bundesregierung ernannten Mitgliedern, von denen eines dem Richterstand angehören muss, ein weiteres über juristische und ökonomische Kenntnisse und das dritte über technische Kenntnisse zu verfügen hat. Die Mitglieder sind in Ausübung ihres Amtes an keine Weisungen gebunden. Die Kommission genehmigt die allgemeinen Bedingungenfür Netzbetreiber, bestimmt die Systemnutzungstarife, entscheidet übet Netzzugangsverweigerungen, sorgt für Streitschlichtungen zwischen Marktteilnehmern und betreffend Ausgleichsenergie, untersagt gesetz- oder sittenwidrige Bedingungen für Endverbraucher und legt Zuschläge betreffend Ökoenergie fest, wenn ein Landeshauptmann keine diesbezügliche Regelung trifft. Bartenstein will die Mitglieder im Laufe des Februar dem Ministerrat vorschlagen.

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