Kindergeld: Zuverdienstmöglichkeiten gegen Kinderwohl?

Wien (SK) "Bei der Diskussion um die Zuverdienstgrenze wird klar, dass das Modell der Bundesregierung völlig unausgegoren und mit vielen Fußangeln behaftet ist", erklärte am Mittwoch Waltraud Witowetz-Müller, Bundesvorsitzende der Österreichischen Kinderfreunde gegenüber dem SPÖ Pressedienst. ****

Bei völliger Öffnung der Zuverdienstgrenzen würden viele Eltern keine qualitätsvolle Kinderbetreuung für ihre Kinder finden, da bundesweit über 100.000 Betreuungsplätze fehlen. Bei engen Zuverdienstgrenzen dränge man die Mütter aus ihrem Arbeitsplatz und nötigt sie, Billig-Jobs anzunehmen. Die Rückkehr nach drei Jahren sei äußerst schwierig bis unmöglich. Die Möglichkeit, auf 10 bis 15 Wochenstunden zu reduzieren sei derart selten gegeben, dass nur sehr wenige Eltern auf diese Möglichkeit zurückgreifen können, so Witowetz-Müller.

Aus Umfragen und vielen Gesprächen wird klar, was Eltern nach der Geburt eines Kindes wirklich wollen: Einen vernünftigen Ersatz für den Verdienstentgang und ausreichend Zeit für die Betreuung des Kindes sowie echte Wahlfreiheit, welcher Elternteil wie lange in Karenz geht.

"Das Recht auf Teilzeitarbeit ist der einzig sinnvolle Weg, Kind und Beruf vereinbar zu machen und muss raschest verwirklicht werden", erklärte Witowetz-Müller abschließend. (Schluss) se/mp/mm

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