"Grasser borgt Geld von Betrieben

FWV zu den Steuer-Vorauszahlungen

Wien (OTS) - Einzelunternehmen, Kapitalgesellschaften,
Freiberufler und Gewerbetreibende erleben derzeit, was es heißt, eine "wirtschaftsfreundliche" Regierung unterstützen zu dürfen: "Sie haben seit Jahresanfang 2001 zwischen fünf und 20 Prozent mehr an Vorauszahlungen für Einkommens- und Körperschaftssteuern zu leisten". Die Erhöhung der Vorauszahlungen ist für kleine und mittlere Betriebe eine zum Teil existenzbedrohende zusätzliche Belastung. Die Argumentation des Finanzministeriums, es handle sich um einen Vorgriff auf erwartbare Umsatzsteigerungen, ist für Betriebe mit einem schwachen Kapitalrückhalt, Unternehmen, die gerade eben den Schritt aus den roten Zahlen geschafft haben, aber natürlich auch in der Anfangsphase befindliche purer Zynismus. Außerdem, wie erahnt der Finanzminister Umsatzsteigerungen, schaut man im Ministerium neuerdings in die Glaskugel?

Zahlreiche Selbständige geben ihrem Unmut in Zuschriften und Telefonaten zwar laufend Ausdruck, bleiben aber ungehört. Der Bundesgeschäftsführer des FWV, Rudolf Schüle, meint dazu: "Die Vorausbesteuerung von - vom Finanzminister - erhofften Gewinnzunahmen ist eine unzumutbare Belastung für die Wirtschaftstreibenden, der Finanzminister borgt sich, weil er mit seinem Budget nicht auskommt, Geld bei den Betrieben. Grasser habe hier eine Lawine losgetreten. Zigtausende Betriebe würden nun mit der Folge einer Wirtschaftspolitik konfrontiert, der die Situation der Kleinbetriebe gleichgültig weil unbekannt sei, so Schüle. "Der Vorzieheffekt entzieht der Wirtschaft 15 Milliarden Schilling und senkt deren Liquidität".

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