ÖGJ: Jugend wird sich in Betriebsversammlungen informieren

Gegen zukunftsfeindliche Politik der Regierung

Wien (ÖGJ/ÖGB). "Auch die Jugendvertrauensräte und Lehrlinge sollen und werden sich morgen an den Betriebsversammlungen beteiligen", erklärt Albert Maringer, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). "Nicht nur, dass Jugendliche von den bisherigen Maßnahmen der Regierung besonders betroffen sind. Jugendliche haben ein Recht, über die zukünftigen Vorhaben der Regierung informiert zu werden. Denn sie sind es, deren zukünftige Arbeitsplätze ans Ausland verscherbelt werden sollen, sie sind es, deren Gesundheitssystem in Zukunft auf dem Spiel steht und sie sind es ebenso, deren Recht auf Mitbestimmung ernsthaft in Gefahr ist."++++

"Ein Jahr blau-schwarze Regierung hat den Jugendlichen in Österreich viele Verschlechterungen gebracht - egal ob im Lehrlings-, Studenten- oder im Zivildienstbereich. Angefangen von einer Verlängerung der Einsatzzeit, einer Ausdehnung der Probezeit, einer Verkürzung der Behaltefrist und einer Ausweitung der Vorlehre im Lehrlingsbereich über Studiengebühren bis hin zu massiven Verschlechterungen im Zivildienstbereich hat diese Regierung keine Mühen gescheut, den Jugendlichen Steine in den Weg zu legen", so Maringer.

Aber nicht nur diese Maßnahmen würden die Jugendlichen treffen. Maringer: "Erhöhungen der Gebühren für Reisepass und Führerschein, die Verteuerung der Autobahnvignette, die Rezeptgebühr oder die Ambulanzgebühr - die Regierung greift hier in die Taschen von jungen Menschen, die auch ohne neuerliche Belastungen schon jeden Schilling dreimal umdrehen mussten, bevor sie ihn ausgaben."

Gerade die Jugend hat ein Recht auf eine gesicherte Zukunft. "Die Richtung, in die die derzeitige Regierung steuert, gibt den Jugendlichen jedoch allen Grund, sich Sorgen um ihre Zukunft zu machen. Denn aus machtpolitischen Gründen qualifizierte Experten durch Freund zu ersetzen, ist keine zukunftsträchtige Politik", erklärt Maringer abschließend. (aw)

ÖGB, 31. Jänner 2001
Nr. 74

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