Fehlende Gesundheitspolitik "Haupt"-Grund

Minister lenkt durch Personaldiskussionen von notwendigen gesundheitspolitischen Sachlösungen ab

Wien (GBH/ÖGB). "Mit den aktuellen Personaldiskussionen im Hauptverband der Sozialversicherungsträger will Bundesminister Haupt nur von seinen Versäumnissen in der Gesundheitspolitik ablenken", ist Johann Driemer, Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) und ÖGB-Vizepräsident, empört.++++

"Bundesminister Haupt weiß schon aus seiner Zeit als Mitglied im parlamentarischen Sozialausschuss, wie wichtig eine nachhaltige Gesundheitspolitik ist. Wie die Gewerkschaft Bau-Holz mit der Studie 'Muss Arbeit die Gesundheit kosten?' gezeigt hat, machen die Folgekosten von arbeitsbedingten Erkrankungen und Unfällen allein im Sektor Bau volkswirtschaftliche Kosten von 17 Milliarden Schilling im Jahr aus. Rund 60 Prozent der Bauarbeiter müssen aufgrund der schweren Arbeitsbelastungen in Invaliditätspension gehen. Hier gilt es anzusetzen, es ist keine Zeit für Ablenkungsmanöver in Richtung Personaldiskussionen", so Driemer, und weiter: "Herr Bundesminister, wir erlauben uns, Sie nochmals ausdrücklich auf die Ergebnisse unserer Studie hinzuweisen, die wir Ihnen übermittelt haben."

"Herr Bundesminister, auch Sie müssen wissen, dass die derzeitige Bundesregierung Mitschuld hat, an den Einnahmeausfällen in der Krankenversicherung. Nehmen Sie Ihre Verantwortung in der Gesundheitspolitik wahr und lassen Sie die Zerschlagung der Arbeitsmedizin durch Ihren Ministerkollegen ebenso nicht zu, wie die exorbitante Kostensteigerung bei Medikamenten durch die Pharmaindustrie", fordert Driemer.

"Im Namen der 250.000 Bau- und HolzarbeiterInnen in Österreich fordern wir Sie auf, endlich eine zukunftsorientierte Gesundheitspolitik vor parteipolitisch orientierte Machtpolitik zu stellen", so Driemer abschließend. (hk)

ÖGB, 31. Jänner 2001
Nr. 71

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