Geringer kritisiert EU-Kommissar Fischler

Kein Verständnis für EU-Maßnahme, Rinder zu verbrennen

Wien (SPW) Empört zeigte sich am Mittwoch der Wiener LAbg. Thomas Geringer über die Ankündigung von EU-Agrarkommissar Franz Fischler, Massenschlachtungen an Rindern in der EU durchzuführen, um damit "den Markt zu stabilisieren". Für eine solche Maßnahme habe er kein Verständnis, erklärte Geringer gegenüber dem Pressedienst der SPÖ Wien. "Fischler hat offensichtlich völlig verschobene Wertvorstellungen, wenn aus monetären Gründen Millionen Tiere sinnlos getötet werden sollen", so Geringer. ****

Wie Geringer betonte, gehe es nicht darum "zu kritisieren, dass Rinder aus der Nahrungskette entfernt werden, um das Risiko einer Übertragung von BSE auf den Menschen zu verhindern". Aber die von der EU geplante Maßnahme entbehre jeder gesundheitspolitischen Grundlage. Die Aufforderung Fischlers an Österreich, sich mit dieser EU-Maßnahme zu solidarisieren, sei ein Schlag ins Gesicht jener, die biologische und naturverbundene Landwirtschaft betreiben und somit eine Belohnung für die industrielle Massentierhaltung. "In einer Welt, in der jährlich Millionen Menschen an Hunger sterben, ist es mehr als zynisch, wenn in den Wohlstandsstaaten der EU Nahrungsmittel aus Profitgründen vernichtet werden. Wo ist hier das christliche Gewissen des schwarzen Kommissars?", so der zur SPÖ beigetretene Abgeordnete Geringer abschließend. (Schluss ) sl

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