Knafl: "Neues Leitbild der Generationen erforderlich!"

Die "Gewonnene Generation" der Senioren verändert unsere Gesellschaft - Höhere Lebenserwartung und steigende Pensionskosten erzwingen Umdenken

Wien (OTS) - Bundesobmann Knafl betonte beim Bezirkstag des Österreichische Seniorenbundes St. Veit in Klein St. Paul, daß der Österreichische Seniorenbund auf der Grundlage der ÖVP- "Charta für Soziale Gerechtigkeit", wie sie bei der Zukunftskonferenz in Alpach beschlossen wurde, seine Arbeit ausrichtet. "Dazu gehört neben Gerechtigkeit auch die Anerkennung persönlicher Leistung. Mit diskriminierenden Pensionskürzungen werden auch die Lebensleistungen hunderttausender Senioren disqualifiziert."

Der Österreichische Seniorenbund begrüßt und bejaht das Wollen von Bundeskanzler Dr. Schüssel, der "Gewonnenen Generation" älterer Menschen, die durch die Erkenntnisse der Wissenschaft und einer fortschrittlichen Gesundheitspolitik, eine höhere Lebenserwartung haben, eine besondere und neue gesellschaftspolitische Bedeutung zu geben. "Für diese Generation müssen neue Leitbilder erarbeitet werden. Die alten Muster, die einer gewissen Lebensspanne bestimmte Inhalte zuorden - Jugend ist Zeit für Bildung, Arbeit die Lebensmitte und Seniorenalter nur Freizeit- passen nicht mehr", analysierte Knafl und kündigte wissenschaftlich-politische Initiativen an.

Als erster Schritt wird eine gemeinsame Enquete mit dem Dr. Karl Kummer Institut für Sozial-und Wirtschaftspolitik vorbereitet. Univ.-Prof. Leopold Rosenmayer, den führenden Pionier der Altersforschung und weitere Wissenschafter werden dazu eingeladen werden. "Wir wenden uns gegen die Unheilpropheten, die von einem drohenden Konflikt der Generationen reden," erklärte Knafl.

"Wissenschaft und Politik sind darum gefordert ein neues Leitbild für die Generationen und die soziale Sicherheit zu erarbeiten. Dabei darf nicht übersehen werden, daß die demographische Entwicklung unserer Bevölkerung, Wirtschaft, Arbeitsmarkt und Zuwanderung in einem engen Zusammenhang stehen," betonte Knafl und forderte für diese Arbeit im Interesse aller Generationen und vor allem auch der Senioren Unterstützung und Förderung. "Politik und Regierung kommen an dieser Frage nicht mehr vorbei!" Eine klare Haltung fordert Knafl auch in der eingesetzten Debatte um eine aktive Sterbehilfe. "Dazu kann es nur ein unmißverständliches Nein geben."

Eine Sterbebegleitung im Sinne der Worte des Moraltheologen Prof. Dr. Zulehner: "Ein Ja zum Leben bedeutet nicht ein unbedingtes Ja zur Verlängerung des Sterbens" gehört im Grenzbereich menschlichen Seins und Leidens aber zu einer christlich und humanistisch zu beantworteten Frage.

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