Kanada bereits Österreichs drittgrößter Übersee-Exportmarkt

Ausfuhren steigen um 26% - 1.000 österreichische Firmen machen Geschäfte mit Kanada - Kanadischer Staatssekretär Harder und Botschafter Dubois bei WKÖ-Präsident Leitl

Wien (PWK 073) Kanada, das unter den Industrienationen weltweit an siebenter Stelle liegt, hat sich in den letzten Jahren für Österreich zum drittwichtigsten Übersee-Exportmarkt entwickelt. "Nach einer über 10-prozentigen Exportsteigerung im Vorjahr stiegen die österreichischen Ausfuhren nach Kanada in den ersten zehn Monaten 2000 erneut um über 26 Prozent auf 5,6 Mrd Schilling an", berichtet WKÖ-Präsident Christoph Leitl, der heute, Mittwoch, mit dem kanadischen Industrie-Staatssekretär Peter Harder und Botschafter Paul Dubois in Wien zusammentrifft.

In den letzten fünf Jahren verzeichnete Kanada ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum, das durch die starke Auslandsnachfrage -insbesondere des Nachbarn USA - und durch die dynamische Inlandsnachfrage getragen wird. Das Wirtschaftswachstum betrug 2000 5 Prozent, für 2001 werden 3 Prozent prognostiziert. "Diese Situation beflügelt die österreichischen Exporte nach Kanada, belebt gleichzeitig aber auch die Einfuhren von dort", erklärt Leitl. Die Importe stiegen im ersten Halbjahr um fast 61 Prozent auf 5,1 Mrd Schilling an. Die positive Handelsbilanz Österreichs mit Kanada konnte aber beibehalten werden.

Derzeit unterhalten etwa 1.000 österreichische Firmen regelmäßige Geschäftsbeziehungen mit kanadischen Unternehmen. Über 50 österreichische Tochtergesellschaften bzw. Konzernbetriebe nutzen die Standortattraktivität Kanadas. "Da etwa 60 Prozent der österreichischen Kanada-Exporte Konzernzulieferungen sind, tragen die Tochtergesellschaften wesentlich zur positiven Entwicklung der österreichischen Exporte bei", betont Leitl. Etwa zwei Drittel der Ausfuhren entfallen auf Maschinen und Fahrzeuglieferungen. Auch bei den Importen aus Kanada dominiert der Sektor Maschinen und Fahrzeuge, insbesondere Flugzeuglieferungen.

"Kanada bietet als Mitglied der NAFTA österreichischen Firmen Zugang zu einem Markt mit 360 Millionen Menschen", macht Leitl aufmerksam. Die ähnliche Mittel- und Kleinbetriebsstruktur in Österreich und Kanada, konkurrenzfähige Standortkosten sowie der günstige Wechselkurs des kanadischen Dollar zum US-Dollar sollten österreichische Unternehmen, die eine Firmenpräsenz in Nordamerika planen, dazu anregen, Kanada unbedingt in ihre Überlegungen miteinzubeziehen. Zur Zeit organisiert die Kanadische Botschaft in Kooperation mit WKÖ, WK Oberösterreich und WK Vorarlberg Informationsseminare über den Unternehmensstandort Kanada als Sprungbrett in den NAFTA-Markt. Ebenso werden heuer u.a. eine Reihe von Messebeteiligungen von den WKÖ-Außenhandelsstellen in Kanada organisiert und eine Präsentation österreichischer Weine in Vancouver und Toronto. (Ne)

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