Grollitsch für Neuordnung der Sportförderung

Wien, 2001-01-31 (fpd) - Der freiheitliche Abg. Dr. Udo Grollitsch begrüßte als neu gewählter Obmann des parlamentarischen Sportausschusses die Tatsache, daß mit der derzeitigen Reformregierung erstmals ein eigener und ständiger Ausschuß für Sportangelegenheiten eingerichtet worden sei und forderte zahlreiche Reformen im Bereich der Sportförderung. ****

Sport sei grundsätzlich Ländersache, so Grollitsch, der Bund fördere den Sport nur, "soweit es sich um Angelegenheiten von internationaler und gesamtösterreichischer Bedeutung handelt". Das habe die Mitgestaltung auf Bundesebene, und damit wichtige Reformvorhaben, bisher so schwierig gemacht. Im Zuge der geplanten Kompetenzbereinigung werde sich der Sport auf Bundesebene auf die Bereiche Spitzensport, Heeressport und eben Bundessportförderung konzentrieren. Der freiheitliche Sportsprecher kritisierte die Tatsache, daß das Fundament der staatlichen Sportförderung seit einem halben Jahrhundert im wesentlichen unverändert geblieben sei. Durch die Dotierung der Sportförderung aus den Glücksspieleinnahmen Toto und - seit Mitte der achtziger Jahre - Lotto werde diese selbst zum Glücksspiel. Man solle diese Zweckwidmung zwar nicht in Frage stellen, so Grollitsch, es sei aber zu befürchten, daß künftig private Wettbüros die Einnahmen der Lotto-Toto-Gesellschaft zurückdrängen würden. Grollitsch forderte daher, entweder den privaten Wettbüros die Chance einzuräumen, ebenfalls einen entsprechenden Beitrag für die Sportförderung zu leisten, oder aber das gesamte System der Sportförderung zu reformieren und auf eine feste budgetäre Grundlage zu stellen. Grollitsch begrüßt ausdrücklich die Initiative der Bundesregierung, ab einer bestimmten Höhe von Sportförderungen ein umfassendes begleitendes Controlling zu etablieren, um Günstlingswirtschaft oder parteipolitischen Nepotismus im Keim zu ersticken.

Ebenso sei eine Erhöhung der Sportförderung - nicht nur nominell sondern auch real - anzustreben und die Vergabeautorität der parteipolitisch dominierten Sportdachverbände in Frage zu stellen. Das Verfügungs- bzw. Vergaberecht öffentlicher Mittel sei direkt den einzelnen Fachverbänden zu übertragen. In diesem Zusammenhang verlangte Grollitsch auch eine steuerliche Entlastung, und damit eine Verbesserung der finanziellen Situation der gemeinnützigen Sportverbände, in denen unzählige ehrenamtliche Funktionäre - dem hohen gesellschaftspolitischen Stellenwert des Sports Rechnung tragend - vielfach unbedankte Arbeit leisteten.

"Daß nunmehr ein neuer Spitzensportausschuß ins Leben gerufen wird, halte ich für eine tolle Idee", so der freiheitliche Sportsprecher, dadurch werde der Bedeutung des Spitzensports angemessen Rechnung getragen. Grollitsch kündigte an, ein aktiver Ausschußobmann sein zu wollen, um der Zielformulierung der Vizekanzlerin gerecht zu werden, derzufolge wir im Sport demonstrieren sollten, wie man gemeinsam ambitionierte Ziele erreichen kann, um am Ende der Gesetzgebungsperiode auf eine gelungene sportpolitische Neuausrichtung in unserem Land zurückblicken zu können. "Mein Ziel ist es, den gesunden Sport attraktiver und den attraktiven Sport gesünder zu machen", erklärte Grollitsch. (Schluß)

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