• 30.01.2001, 12:46:56
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  • OTS0186

Schlachtrinderpreise enorm unter Druck

Stierpreise sanken auf Rekordtief - Große Einbußen auch bei Schlachtkühen

Wien, 30. Jänner 2001 (AIZ). - Die Markt- und Preissituation auf dem
österreichischen Schlachtrindermarkt war im Dezember 2000 stark von
der BSE-Diskussion geprägt. Die Jungstierpreise sanken nach Angaben
der Agrarmarkt Austria auf durchschnittlich ATS 35,48 je kg
Schlachtgewicht. Dies entspricht gegenüber dem Vormonat einem Minus
von 8,8 % und gegenüber dem Vorjahresergebnis einem Rückgang um 10,7
%. Die Diskussion und Berichterstattung um einen möglichen BSE-Fall
in Österreich trug dann im Jänner 2001 zu einem weiteren
Preisverfall bei. In der dritten Kalenderwoche dieses Jahres, also
Mitte Jänner, wurde ein Rekordtief von ATS 32,07 je kg erreicht.
Vergangene Woche konnte die Rinderbörse aufgrund der stark
rückläufigen Umsätze keine Preisnotierungen veröffentlichen. ****

Wie aus dem jüngsten Monatsbericht der Agrarmarkt Austria
hervorgeht, entwickelte sich der Schlachtstiermarkt im gesamten Jahr
2000 zwar uneinheitlich, aber schwach positiv. So konnten die
Jungstierpreise im Jahresschnitt ATS 38,80 erreichen, was gegenüber
1999 einem Plus von 2,2 % entspricht. Ab Dezember wirkte sich jedoch
die BSE-Krise außerordentlich negativ auf die Absatz- und
Preisentwicklung aus.

Auch bei Ochsen kam es im Dezember zu einem deutlichen Preisverfall
auf durchschnittlich ATS 33,97 je kg (-10,5 % gegenüber dem
Vorjahresmonat). Im Jahresdurchschnitt 2000 wurden für Ochsen ATS
37,13 je kg bezahlt, um 1,3 % mehr als ein Jahr zuvor.

Gewaltige Preiseinbußen bei Schlachtkühen

Schlachtkühe mussten laut AMA schon im November 2000 gewaltige
Preisrücknahmen (von ATS 28,33 auf 25,38) hinnehmen. Im Dezember
waren weitere Einbußen um 11 % zu verzeichnen. So lag der
durchschnittliche Erlös im Dezember bei einem Rekordtief von ATS
22,58, das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat um
9,4 %. Die Notierungen sackten bis Mitte Jänner weiter ab, und zwar
auf durchschnittlich ATS 21,13 in der Kalenderwoche 3.

Im Rahmen der privaten Lagerhaltung von Kuhfleisch wurde in
Österreich in der Zeit vom 27. November bis 31. Dezember eine Menge
von 117.548 kg (ohne Knochen) eingelagert. Wie die AMA mitteilt,
sind Anträge für diese Aktion noch bis 2. Februar möglich.

Parallel zu den Schlachtkuhpreisen sanken auch die Notierungen für
Kalbinnen. Im Dezember lag der Erlös im Mittel nur mehr bei ATS
30,22, im November waren es noch ATS 33,34 je kg. Im Vergleich zu
Dezember 1999 kam es zu einem Minus von 9 %. Weitere Preisrücknahmen
waren im Jänner zu verzeichnen, in der 3. Jännerwoche betrug der
Rückgang im Vergleich zur Vorwoche abermals knapp ATS 2,- je kg.
(Schluss) kam

Rückfragehinweis: AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst
Tel: 01/533-18-43, e-Mail: [email protected]

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